W. A. Mozart
Piano Concerto K. 537
2008

CD Kritiken

«Hier wird … im kommunikativen Miteinander ein Kunstwerk erschaffen»

«... Die Frische und Impulsivität des Musizierens, die feinen dynamischen Abstufungen im Orchester, das fließend-beredte Spiel des Pianisten auf einem alten klangvoll-kantablen Bechstein-Flügel, der bereits von Wilhelm Backhaus gespielt wurde, verleihen jedem Konzert seine eigene Würde.»

CD Review The Beethoven Project

 

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«The Beethoven Project – CD der Woche»

«... Es sind die vielen kleinen Details und klanglichen Schattierungen, die in Oliver Schnyders Neueinspielung aufhorchen lassen ... das Luzerner Sinfonieorchester, fädelt sich gekonnt und souverän in das zurückhaltende Klangbild des Klaviers ein. Unter der Leitung von James Gaffigan tritt das Orchester hier aber nicht nur begleitend auf, sondern hat außerdem noch vier Ouvertüren von Beethoven eingespielt. Mit einer kraftvollen, dynamischen und agilen Interpretation sind diese Orchesterwerke eine passende Ergänzung zu den fünf Klavierkonzerten von Beethoven.»

CD Review The Beethoven Project

 

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– Beate Stender / Kulturradio rbb / Feb 2018 –

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«Neues aus dem Klassik-Mekka Luzern»

«Luzern ist in Sachen Sinfonik ein Hotspot in der Schweiz. Ob mit dem Lucerne Festival Orchestra und seiner internationalen Ausstrahlung oder dem ortsansässigen Luzerner Sinfonieorchester, für hochstehende Produktionen ist mit Verlässlichkeit gesorgt.

Zwei Neuerscheinungen sorgen dieser Tage für Aufsehen: Die neue Strawinsky-CD mit Riccardo Chailly am Pult des Lucerne Festival Orchestra und die Gesamteinspielung aller Beethoven-Klavierkonzerte mit Oliver Schnyder und dem Luzerner Sinfonieorchester.»

CD Review The Beethoven Project
– Valerio Benz / SRF 2 Kultur / Jan 2018 –

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«Eine veritable Sensation (...) auf Weltklasseniveau»

«Das Luzerner Sinfonieorchester unter James Gaffigan und der Aargauer Pianist Oliver Schnyder präsentieren eine veritable Sensation: Sie haben sämtliche fünf Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven eingespielt, und zwar auf Weltklasseniveau und in eigenständigen und sehr spezifischen Lesearten.»

CD Review The Beethoven Project

 

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– Peter Bitterli / Kulturmagazin / Jan 2018 –

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«CD der Woche»

Beethoven The Piano Trios sind «CD der Woche» im Ö1 «Klassik-Treffpunkt» ORF Radio Kulturhaus. Studiogast ist die grossartige Schriftstellerin und Romanautorin Eva Gesine Baur alias Lea Singer. Sie hat unsere Beethoven-Box in die Sendung mitgebracht (wie auch u.a. eine wunderbare Live-Aufnahme der Arie «Un‘aura amoroso» aus Cosí mit unserem Freund und Partner @Daniel Behle). Moderator Albert Hosp und Eva Gesine Baur/Lea Singer über Beethoven:

«Ach, es haut einen um, wie die spielen! Das Oliver Schnyder Trio...» (Hosp)
«Dieses Trio spielt das so dunkel, wie es gehört. Was mich an dieser Interpretation so begeistert: Dass sie dieses Mutige herausbringt. Wirklich gute Ensembles sind wie ein Prisma, durch das der Komponist hindurchgeht und an dem sein Werk sich bricht wie das Licht. Das genau erlebe ich in der Interpretation des Schnyder Trios, weil ich Beethoven sehr direkt erlebe, vorallem das Unangepasste an ihm. Heute wird Unangepasstheit ja oft inszeniert, klassische Musiker etwa tätowieren sich plötzlich da, wo‘s nicht schön ist, oder sie piercen sich an allen möglichen Körperstellen. Aber das meine ich nicht mit Unangepasstheit - die muss ganz woanders herkommen. Und dieses Trio, das da höchst bürgerlich auf dem Podium sitzt, ist wirklich unangepasst, weil die drei Persönlichkeiten erhalten bleiben; die versuchen gar nicht erst zu fusionieren. Dadurch vermitteln die diese Widerborstigkeit von Beethoven ganz direkt. Hier begnet uns Beethovens Geist - eben durch besagtes Prisma gebrochen und in die Gegenwart transportiert. Dieses Oliver Schnyder Trio bringt genau das rüber, diese ungeheure Emotionalität von Beethoven, die auf seine Mitmenschen verstörend wirken musste.» (Baur/Singer)

CD Review Beethoven The Piano Trios

 

Zur Sendereihe

– Albert Hosp & Lea Singer / Ö1 Klassik-Treffpunkt / Dez 2017 –

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«Switzerland's Oliver Schnyder Trio offers novel readings (...)»

«(...) their performance bristles with surprises and difficulties.»

CD Review Beethoven The Piano Trios

 

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«Beethoven The Piano Trios - unter den Top 10 des Jahres»

in der Aargauer Zeitung

CD Review Beethoven The Piano Trios

 

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– Stefan Künzli / Aargauer Zeitung / Dez 2017 –

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«Großartigen Beethoven-Aufnahme»

«Hinter der grossartigen Beethoven-Aufnahme des Luzerner Sinfonieorchesters mit Pianist Oliver Schnyder (*1973) steckt ein 15 Monate langer Prozess. Aus der intensiven Beschäftigung mit den Klavierkonzerten im Konzertsaal erwuchs eine musikalische Freundschaft. Unter Dirigent James Gaffigan hören die Musiker subtil aufeinander und wagen wie selten zuvor viel im Leisen.»

CD Review The Beethoven Project

 

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– Christian Berzins / NZZ am Sonntag / Dez 2017 –

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«(...) faszinierende Reise durch die unterschiedlichen Klangwelten des großen Meisters»

«Das Oliver Schnyder Trio musiziert zwar offiziell erst seit wenigen Jahren miteinander, die notwendige Verbundenheit und Zusammengehörigkeit im kammermusikalischen Spiel wirkt jedoch teils enger und intensiver, als bei so manchem «Jahrzehnteensemble». (...) perfekt im Zusammenspiel und immer mit einem hörbaren Lächeln im Gesicht.»

CD Review Beethoven The Piano Trios

 

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«Großartig»

«Hinter der famosen Beethoven-Aufnahme des Luzerner Sinfonieorchesters und des Aargauer Pianisten Oliver Schnyder steckt ein 15 Monate langer Prozess. Man spielte Beethovens Klavierkonzerte in Grossformation im KKL sowie in Kammerbesetzung auf dem Pilatus ein. Daraus entwuchs eine musikalische Freundschaft. Hier wird aufeinander gehört und unheimlich viel gewagt. Grossartig, dass dieser Beethoven aus der Klangwelt von Mozart heraus gedacht ist.»

CD Review The Beethoven Project

 

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– Christian Berzins / kulturtipp / Dez 2017 –

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«Gipfeltour mit Beethoven»

«Oliver Schnyder und das Luzerner Sinfonieorchester schreiben Geschichte. Sie haben als Erste in der Schweiz alle Klavierkonzerte von Beethoven eingespielt (...)»

CD Review The Beethoven Project

 

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– Fritz Schaub / Luzerner Zeitung / Dez 2017 –

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«Schweizer Markenqualität»

«Das Hauptmerkmal dieser Aufnahme ist die Differenzierung. Oder richtiger: die Differenzierungen. Es ist der faszinierende Wechsel von Farben, Rhythmen und Dynamik, sowie das Spiel mit den Schattierungen, die diese Beethoven-Aufnahmen so spannend werden lassen. (...) James Gaffigan und das Luzerner Sinfonieorchester sind für Schnyder einfühlsame Partner, die mit dem Pianisten hundertprozentig harmonieren. (...) Das energisch gespannte, leuchtkräftige Klavierspiel fasziniert freilich am meisten. Schnyder findet, was ich mir im Idealfall unter Beethovenscher Attacke vorstelle. (...)»

«Oliver Schnyder and the Lucerne Symphonie Orchestra present a traditional, yet very lively and in the slow movements emotional Beethoven cycle. No experiments here, only reliable and spirited playing. Best Swiss brand quality!»

CD Review The Beethoven Project

 

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– Remy Franck / Pizzicato / Dez 2017 –

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«Ausserordentlich transparent, klar konturiert(...)»

«(...) diese neue Gesamteinspielung der Beethoven-Klaviertrios besticht nicht nur durch ihre klangliche Brillanz, sondern auch durch konzeptionelle Schlüssigkeit. Was das pur Artistische betrifft, bleiben bei den drei Akteuren kaum Wünsche offen: Die beiden Streicher imponieren durch die schmiegsame Elastizität ihrer Linienführung und völlige Homogenität untereinander, und Pianist Oliver Schnyder bringt delikat perlende, in den Scherzi und Finalsätzen oft blitzend funkelnde Leichtgängigkeit ins Spiel - eine quasi augenzwinkernde, selbstverständliche Virtuosität(..). Eine konsequent realisierte, anti-heroische Stilistik (...)»

CD Review Beethoven: The Piano Trios
– Gerald Felber / Fono Forum / Nov 2017 –

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«(...) like volleys from a machine gun»

«The Oliver Schnyder Trio (..) manage this with impressive poise. Rhythms are tightly sprung and textures are crisp and clear(..)The Schnyder clutch the reins and drive the music hard. This rhythmic doggedness - a potent mixture of propulsion and rigidity - is a prominent feature of the Schnyder's interpretative style here. The fast, repeated notes that form the melodic tag of the second Trio's finale, for example, fire like volleys from a machine gun. It's an exhilarating effect (..)In terms of sound (...), the Schnyder are superb. Oliver Schnyder is a fastiduously articulate pianist whose scales and runs are strung like perfectly matched pearls. Violinist Andreas Janke and cellist Benjamin Nyffenegger play with a rich, finely focused tone that blends seamlessly, and their intonation is flawless.»

CD Review Beethoven: The Piano Trios
– Andrew Farach-Colton / gramophone.co.uk / Nov 2017 –

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«(...) sensibel, klangschön und intensiv»

«Bei dieser Aufnahme der Klavier-Trios von Ludwig van Beethoven fällt auf, wie sensibel, klangschön und intensiv die drei Schweizer Musiker des Oliver Schnyder Trios die vorwiegend frühen Werke des Maestros interpretieren, mit welcher Lust am gemeinsamen Spiel sie dabei interagieren. Das wiederum passt zu der Tatsache, dass die drei Solisten sich al Trio vor fünf Jahren, nach einer ersten - wie es im CD-Booklet heißt- «berauschenden gemeinsamen Aufführung» eines Schubert Trios gefunden haben.»

CD Review Beethoven: The Piano Trios

 

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– BV / MDR - Mitteldeutscher Rundfunk / Nov 2017 –

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«(...) etabliert auf Spitzenniveau»

«Der Aargau spielt international. Dass es dazu keinen coolen Namen braucht, beweist das Oliver Schnyder Trio mit zwei Aargauern im Team: Seine neue Beethoven-CD lässt sich unbedingt an internationalen Massstäben messen.»

CD Review Beethoven: The Piano Trios
«Ein Wurf! Ein Knüller! Ein Juwel!»

«In jeder Hinsicht herrlich aus der Art geschlagen (…)»

CD Review Mein Hamburg
– Eleonore Bühning / SWR 2 / Okt 2016 –

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«So tönt Genuss (...)»

«(...) Wie sich der bröckelnde Spuk in Schönheit auflöst, ist magisch.»

CD Review Beethoven: The Piano Trios
– Anna Kardos / Schweiz am Wochenende / Okt 2017 –

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«Matrosenlieder (...) mit Frack statt Tatoo»

«Kaum die Play-Taste gedrückt, und schon weht aus dem CD-Player eine frische Brise aus Hamburg. (…) Die Geige darf hier also Jauchzen, das Cello schweigt, und das Klavier perlt nach allen Regel klassischer Kunst. Dafür sorgt das Schweizer Schnyder Trio, das sich aus drei wunderbaren Musikern um den Pianisten Oliver Schnyder zusammensetzt. (...)»

CD Review Mein Hamburg
«Grosses Stilempfinden»

«Behle und die Musiker des Oliver Schnyder Trios musizieren mit grossem Stilempfinden auf höchstem musikalischem Niveau.»

CD Review Mein Hamburg
– Elke Seifert / Mare / Jan 2017 –

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«Good stuff»

Classical CD Of The Week

CD Review Schubert: WinterreiseN
– Jens F. Laurson / Forbes Magazine’s / Jul 2016 –

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«Selten so gehört, selten gut interpretiert (…)»

«(...) Emotionale Spannung, die vom begeisterten Publikum bejubelt wird.»

CD Review Schubert: WinterreiseN
– Markus Dippold / Stuttgarter Nachrichten / Jun 2016 –

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«Musicalement très pertinent»

«Si bien que cet arrangement n'est pas tant une paraphrase ou un commentaire qu'une véritable interprétation vocale. Comme si aux côtés du chanteur émergeaient des silhouettes et des paysages que le chant seul ne suffit pas à convoquer, et qui planent autour du voyageur. C'est souvent assez fascinant, jamais accessoire et musicalement très pertinent.»

CD Review Schubert: WinterreiseN
– Sylvain For / Classica / Jun 2015 –

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«Schlanke Klanggebung lässt den originalen Klavierpart nahezu unberührt»

«Als Sänger verfremdet Daniel Behle die Musik an keiner Stelle, bewegt sich mit seiner cremigen, sensualistischen und rhetorisch prägnanten Stimme in Schuberts Musik wie auf Samtpfoten, selbst dort, wo er dramatische Ausbrüche wagt.»

CD Review Schubert: WinterreiseN
«Behle impose sa singularité dans une partition célébrissime»

 

CD Review Schubert: WinterreiseN
BRF-Klassikzeit: Interview mit Daniel Behle

«Es gibt auch den Komponisten Daniel Behle und dies zeigt er in seiner Fassung der Winterreise von Franz Schubert. Über all dies sprechen wir in der BRF-Klassikzeit.»

CD Review Schubert: WinterreiseN
– Hans Reul / BRF-Klassikzeit / Februar 2015 –

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«Hut ab!»

«Das Konzept macht neugierig, und was man auf den beiden CDs zu hören bekommt, ist so eindrucksvoll, dass man nur sagen kann: Hut ab! Sowohl vor dem Sänger als auch vor dem Komponisten.»

CD Review Schubert: WinterreiseN
– Stereoplay / Feb 2015 –

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Opernwelt – CD des Monats!

«Das Klavier bleibt grosso modo Mit-Erzähler, Violine und Cello weiten den Klangraum und unterstreichen gleichzeitig Motivverbindungen wie mit einem Marker, stellen die strukturelle Vernetzung des Zyklus dar. Ausserdem lesen sie quasi zwischen den Zeilen, leuchten in den Seelenraum, drängen gelegentlich ins Surreale.»

CD Review Schubert: WinterreiseN
– Gerhard Persché / Opernwelt / Feb 2015 –

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«Dezente und sensible Ergänzung»

«Auch wenn ein vollkommener Geniewurf wie die ‹Winterreise› eine Bearbeitung nicht nötig hat, um jederzeit Wirkung zu erzielen, Daniel Behle wagt und gewinnt, denn Violine und Violoncello werden so dezent, so sensibel ergänzt, dass auch Puristen keinen Grund haben, die Nase zu rümpfen: Es ist keine einzige Stelle auszumachen, an der Daniel Behle im Gewand des Arrangeurs das Wesen dieser fragilen und abgründigen Musik nicht respektieren würde.»

CD Review Schubert: WinterreiseN
– Volkmar Fischer / BR-Klassik / Jan 2015 –

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«Atemberaubend»

«Wie da in den 24 Liedern Geige und Cello die Klavierbegleitung immer wieder anders und überraschend zum Trio ergänzen, ist in der neuen Version von Daniel Behle atemberaubend.»

CD Review Schubert: WinterreiseN
– Applaus / Jan 2015 –

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«Truly beautiful»

«The Schnyder Trio give performances notable for their verve and enthusiasm. Many movements benefit strongly from this approach: the Scherzo of Op 8, for instance, with its quicksilver piano runs and eager violin and cello entries, and Op 87’s finale, done with considerable panache, admirably sustaining the movement’s giocoso character. (…) In the wonderful Andante with variations in the Op 87 Trio, the Schnyder performance is smooth and expressive, much of it sounding truly beautiful.»

CD Review Johannes Brahms: The Piano Trios
– Duncan Druce / Grammophone / Jan 2015 –

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«Herrlich dunkle Farben»

«In herrlich dunklen Farben leuchten die fantastischen Kantilenen des ‹Allegro con moto› nicht nur im Cello (das ja für solche Farben prädestiniert scheint), sondern auch im Klavier und in der Geige. Das dunkle Kolorit tut auch dem dämonischen Scherzo desselben Trios sehr gut; hier zeigen die drei Musiker aber auch gleichzeitig, wie faszinierend präzise sie mit Tonrepetitionen und flinken Dreiklangsbrechungen umzugehen verstehen.»

CD Review Johannes Brahms: The Piano Trios
– Michael Wersin / Rondomagazin / Jan 2015 –

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«Mit grösster Behutsamkeit arrangiert, überaus geschmackssicher interpretiert»

«Behle schuf eine Fassung für Singstimme und Klaviertrio, die den Notentext von Schubert um ausgewählte und atmosphärisch dichte klangliche Nuancen erweitert. (…) Das ist mit grösster Behutsamkeit arrangiert und wird vom Oliver Schnyder Trio überaus geschmackssicher interpretiert. Kein einziges Mal hat man den Eindruck, Schuberts Musik würde überladen oder überinterpretiert.»

CD Review Schubert: WinterreiseN
«Spiel auf dem Niveau des berühmten Trios Rubinstein-Heifetz-Piatigorsky»

«Ein wunderbares Ensemble, bei dem jeder Musiker seine Individualität wahren kann, bei dem es Dialoge gibt, bei dem es reibungsvolle Spannungen gibt, bei dem es aber trotzdem ein harmonisches Ganzes gibt. Und das bei einem technisch und musikalisch hohem Niveau. Für mich spielen – nicht in der Art des Spielens, sondern in der Bedeutung – diese drei noch jungen Musiker auf dem Niveau des berühmten Trios Rubinstein-Heifetz-Piatigorsky.»

CD Review Johannes Brahms: The Piano Trios
«Da wird kantig und dramatisch musiziert (...)»

«Das geht in Sechzehnteln munter rauf und runter bei Mendelssohn. Virtuos wird da unterhalten, und das durchaus bestens. Mendelssohn hat die beiden mit Opuszahlen (op. 25 und 40) versehenen Klavierkonzerte in den 1830er-Jahren zu Papier gebracht, was sie heute in der Deutschen Musik zu einer Art Interludium zwischen den Giganten Beethovens und der grossen romantischen Schlachtrösser von Schumann und Brahms. Zu ihrer eigenen Zeit werden sie allerdings von den etwa gleichzeitig entstandenen Glasperlenspiele Chopins überstrahlt.

Auf der CD des Musikkollegiums Winterthur (unter Stabführung von Douglas Boyd) und des Pianisten Oliver Schnyder finden sich drei Mendelssohn-Konzerte. Seit einigen Jahren wird tatsächlich auch ein vom Musikwissenschaftler Larry Todd rekonstruiertes drittes Klavierkonzert gespielt. Das dritte Werk auf der CD ist es jedoch nicht. Vielmehr werden die beiden Opus-Konzerte hier um das Jugend- (respektive Kinder-)werk MWV O 2 für Klavier und Streichorchester des gerademal 13-jährigen Komponisten ergänzt. Op. 25 und 40 sind als Konzertmitschnitte im Stadthaus Winterthur entstanden, das Frühwerk ist zusätzlich aufgenommen worden.

Man hat von Mendelssohn das Bild des romantischen Jünglings (mit lockigem Haar), der etwas harmlos anmutende Lieder ohne Worte ohne Worte schreibt und Sinfonien als Genrebildchen malt. Damit räumen die Interpreten auf dieser CD auf. Da wird kantig und dramatisch musiziert, Skalenzierwerk und orchestraler Hintergrund erscheinen in hartem Licht, klar konturiert, auch widerborstig. Dem Jugendwerk verleiht ein harter, archischer Streicherton ohne süssliche Vibrati beinahe etwas Rebellisches. Einzig dynamisch wird da einiges einglättet, die recht differenzierte Abstufungsspannweite von Pianissimi bis Fortissimi, die Mendelssohn eigentlich vorsieht, pendelt hier bloss um einen Mittelwert herum.»

CD Review Mendelssohn The Piano Concertos
«Belles sonorités d'ensemble»

«Une grande simplicité se dégage de ces interprétations qui privilégient un voyage continu aux multiples paysages s'enchaînant avec beaucoup de naturel. Cela fonctionne parfaitement, car l'architecture parfois tortueuse des oeuvres est maîtrisée de bout en bout. On profite ainsi des belles sonorités d'ensemble, notamment dans les mouvements lents, où le piano dirige sans jamais s'imposer. L'humilité interprétative de cet enregistrement, livrant des expressions aussi simples que touchantes, participe donc grandement à sa valeur.»

CD Review Johannes Brahms: The Piano Trios
– Antoine Mignon / Classica / Nov 2014 –

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«Neue Standards»

«Schon das Album mit den Schubert-Trios war ein Meilenstein. Doch auch bei den drei Klaviertrios von Brahms, samt der frühen Fassung von op. 8, gelingt dem Oliver Schnyder Trio Außergewöhnliches. Denn Andreas Janke, Benjamin Nyffenegger und Oliver Schnyder definieren damit völlig neue Standards im kammermusikalischen Zusammenspiel. Dass jedes der drei Instrumente als Partner gleichwertig ist, versteht sich von selbst. Aber mit welcher Emphase hier musiziert wird, mit welch mitreißender Energie und Schönheit, das sucht seinesgleichen.»

CD Review Johannes Brahms: The Piano Trios
– Die Bühne / Nov 2014 –

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«Ein Meilenstein!»

«Es ist das atemberaubende (Zusammen-)Spiel von Andreas Janke, Benjamin Nyffenegger und Oliver Schnyder, welches diese makellose, zutiefst berührenden Brahms-Interpretationen zu einem Meilenstein macht. (…) Ein Musizieren voller gespannter, innerer Erregung, tief lotend, stets stilsicher und ungemein konzentriert. Überhaupt, die Ensemblekultur zu dritt ist in ihrer Homogenität vorbildlich, die spieltechnische Sorgfalt ebenso beeindruckend.»

CD Review Johannes Brahms: The Piano Trios
– Werner Pfister / Musik & Theater / Nov 2014 –

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«Delightful recording»

«The Oliver Schnyder Trio really do a marvellous job on these works, bringing every aspect we love about Brahms to the fore. Precise rhythms, and flowing and rich dynamics – this is such delightful recording.»

CD Review Johannes Brahms: The Piano Trios
– Kate Rockstrom / Readings - Australia’s own since 1969 / Sept 2014 –

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«Diese Eintracht muss man gehört, ja erlebt haben!»

«(…) wir alle können glücklich sein, dass dieses erst 2012 gegründete Schweizer Trio engagiert und unermüdlich seinen Weg geht. Dass man sich einen Platz in der kleinen Kammermusik-Welt sichern könnte, wird jedem klar sein, der die Brahms-Trios hört.»

CD Review Johannes Brahms: The Piano Trios
– Christian Berzins / Schweiz am Sonntag / Sept 2014 –

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Wochenempfehlung der Rondo-Redaktion!

«Zwei Fassungen, die aufgrund der tiefgreifenden Änderungen auch nebeneinander bestehen können. Und das vor allem in einer so engagierten, lebendig durchpulsten und im Ensemblespiel hellwach ausbalancierten Lesart wie derjenigen des Oliver Schnyder Trios.»

CD Review Johannes Brahms: The Piano Trios
«Luftigkeit und jugendliche Frische»

«Diese Werke bezaubern ja gerade durch ihre Luftigkeit und jugendliche Frische, die uns gleich bei den den ersten Tönen des Einleitungssatzes des Trios in Es-Dur begegnen. Schuberts Musik scheint leicht über die Erde zu schweben und uns auf eine Reise ins Reich über den Wolken zu entführen. Das Gefühl des ‹Schwebens› ist so angenehm, dass man sich beide Kompositionen mit Vergnügen stets vom Neuen anhören möchte.»

CD Review Franz Schubert: The Piano Trios
– Věroslav Němec / Harmonie / Feb 2014 –

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«Auf diesen Mendelssohn hat man gewarte (...)»

«Es ist schon staunenswert, über was für innovative spannende Orchester die kleine Schweiz verfügt. Gerade wenn es um zeitgemässe, historisch informierte Befragungen geht, werden in der Alpenrepublik regelmässig Massstäbe gesetzt. Auch das Musikkollegium Winterthur zählt zu diesen Ensembles. Jedenfalls ist es eine Freude zu hören, wie sich Oliver Schnyder und das Orchester unter Douglas Boyd in ihrer Einspielung der Klavierkonzerte von Mendelssohn die Bälle zuspielen – vollkommen gleichberechtigt, auf Augenhöhe. Den höchst agilen, auch zupackenden, dabei aber durchaus beschwingten, von bedeutungsschwangerer Romantisierung gänzlich befreiten Mendelssohn, den der Schweizer Pianist stilsicher entwirft, trägt das Ensemble nicht nur einfach mit; es setzt ihn ebenbürtig um. Dabei ist ebenso nicht zu überhören, wie sehr Schnyders historisch informierte Sicht davon profitiert, dass er sich diskografisch bereits als profunder, aufregender Haydn-Kenner profiliert hat. Gemeinsam mit der Academy of St. Martin in the Fields liegen von Schnyder Klavierkonzerte von Haydn auf Tonträger vor. Mit diesen Kenntnissen schärft er auf der vorliegenden CD nun zugleich das kompositorische Profil Mendelssohns – sinnstiftend und überaus konzis. Das Ergebnis bereitet durchwegs grösste Hörfreuden, von der ersten bis zur letzten Note. Auf diesen Mendelssohn hat man gewartet.»

CD Review Mendelssohn The Piano Concertos
– Marco Frei / Piano News / Jan 2014 –

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«Von virtuoser Kraft und Sensibilität (...)»

«Die Klavierkonzerte Felix Mendelssohns finden in der Öffentlichkeit nicht dieselbe Beachtung wie sein berühmtes Violinkonzert. Kann man dies bezüglich des frühen Konzerts für Klavier und Streicher durchaus verstehen, so stellen die beiden Konzerte Opus 25 und Opus 40 kongeniale Schwesterwerke dar. Wie im Violinkonzert verbindet Mendelssohn auch in diesen beiden Klavierkonzerten die Sätze mit raffinierten Attacca-Übergängen. Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder und das Musikkollegium Winterthur unter der Leitung von Douglas Boyd haben die drei Klavierkonzerte beim Label RCA Red Seal eingespielt. Mit der Kombination von virtuoser Kraft und Sensibilität erscheint Schnyder für diese Kompositionen als der ideale Interpret. Im g-Moll-Klavierkonzert wartet der Solist mit Brillanz, Spielfreude und Poesie auf und betont dabei die extravertierten Seiten dieses strahlenden Werks. Das d-Moll-Klavierkonzert, das zweite, fordert dagegen mehr den Teamplayer heraus. Der Klaviersatz ist hier stark mit dem motivisch-thematischen Geschehen im Orchester verwoben, und Schnyder trifft da instinktsicher die Balance zwischen Dominieren und Begleiten. Im Mittelsatz findet er zu einer betörenden Zärtlichkeit des Ausdrucks, um dann dem Schlusssatz einen apollinischen Glanz zu verleihen. Dass Schnyder und das Musikkollegium Winterthur auch das a-Moll-Konzert des 12-jährigen Mendelssohn eingespielt haben, ist verdienstvoll. Es zeigt immerhin, welchen Weg der Komponist bis zu seinen beiden Meisterwerken zurückgelegt hat.»

CD Review Mendelssohn The Piano Concertos
– Neue Zürcher Zeitung / Jan 2014 –

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«Schnyder (...) bringt auch die scheinbar vordergründigen, virtuosen Passagen zum Sprechen»

«(...) Gemeinsam mit dem Musikkollegium Winterthur unter der Leitung seines Chefdirigenten Douglas Boyd nimmt Schnyder daher auch dieses Jugendwerk mit aller Ernsthaftigkeit, die dieser frühreifen Kunst gebührt. Ähnlich geistvoll, äußerlich wie innerlich beschwingt geraten, sind auch die zwei offiziellen Klavierkonzerte des Anfang bzw. Mitte Zwanzigers Mendelssohn. Schnyder versteht sich aber nicht nur darauf, die Melodien in weiten Bögen auszusingen, sondern bringt auch die scheinbar vordergründigen, virtuosen Passagen zum Sprechen.»

CD Review Mendelssohn The Piano Concertos
«ein nachdrückliches, energisches Plädoyer»

«Mendelssohns Klaviermusik wird noch immer kaum aufgeführt, und auch seine Klavierkonzerte sind Stiefkinder des Konzertsaals. So betritt der Schweizer Pianist Oliver Schnyder auf seinem neuen Album mit allen drei Klavierkonzerten Mendelssohns wahrlich keine ausgetretenen Pfade. Es gelingt ihm auch sehr überzeugend, im perfekten Zusammenspiel mit dem beherzt aufspielenden Musikkollegium Winterthur unter Douglas Boyd die innere Erregung und das neue leidenschaftliche Pathos der beiden reifen Konzerte zu entfachen, und so das dramatische Potenzial der Ecksätze und die kantable Schönheit der Mittelsätze plastisch auszuformen. Die exzellente Klangregie der Mehrkanalaufnahme weist ihn mit seinem grossen Steinway als Primus inter pares aus, sodass der Eindruck eines lebendigen kammermusikalischen Dialogs überwiegt gegenüber der üblichen Trennung von Solist und rauschender Orchesterkulisse. Dieser vor allem auf Prägnanz, auf «historisch orientierte» Konturen ausgerichtete Enthusiasmus lässt vielleicht ein wenig die Farbenspiele, den romantischen Zauber von Mendelssohns Klangregie in den Hintergrund treten, gewährt dafür scharf fokussierte Einblicke in die inneren Strukturen und in die pulsierende Polyfonie von Mendelssohns Orchestersatz: ein nachdrückliches, energisches Plädoyer.»

CD Review Mendelssohn The Piano Concertos
– Attila Csampai / Musik & Theater / Dezember 2013 –

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«Individualität und Harmonie»

«Ihre Stilsicherheit, ihre starke innere Präsenz und ihr Vermögen, Licht und Schatten dieser hochsensiblen Musik subtil herauszuarbeiten ist beeindruckend und vermag den Zuhörer, die Zuhörerin vom ersten Takt an zu fesseln. Mit derselben Expressivität werden die beiden für Klaviertrio arrangierten Lieder gespielt und kommen so nie in Gefahr, zu kitschig-romantischem ‹Singen› abzudriften.»

CD Review Franz Schubert: The Piano Trios
– Irène Maier / Radio Swiss Classic / November 2013 –

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«Schlüssiger Zugang zu Schubert»

«… doch schon mit der Durchführung, wo das Schnyder-Trio in kollektives Geheimnissen verfällt, ist der Hörer richtig gefangen. Den ‹Con moto›-Charakter im Andante bringen sie energisch zum Ausdruck, das Scherzando federt teils graziös (wie auch das Scherzo in D 898), für den langen Schlusssatz finden sie einen tragenden Atem.»

CD Review Franz Schubert: The Piano Trios
– Christoph Vratz / Fono Forum (4 Sterne) / Nov 2013 –

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«Perfektes Zusammenspiel mit dem (...) Musikkollegium Winterthur»

«Der jüdische Protestant Felix Mendelssohn leidet bis heute unter dem Verdikt der Nazi-Barbaren. Seine Klaviermusik wird noch immer kaum aufgeführt, ebenso seine Klavierkonzerte. So betritt der Schweizer Pianist Oliver Schnyder auf seinem neuen Album mit allen drei Klavierkonzerten Mendelssohns wahrlich keine ausgetretenen Pfade. Es gelingt ihm auch sehr überzeugend, im perfekten Zusammenspiel mit dem beherzt aufspielenden Musikkollegium Winterthur unter Douglas Boyd die innere Erregung und das neue leidenschaftliche Pathos der beiden reifen Konzerte in g-Moll und d-Moll energisch zu entfachen. Die exzellente Klangregie der Mehrkanalaufnahme weist ihn mit seinem großen Steinway als primus inter pares aus, so dass der Eindruck eines lebendigen kammermusikalischen Dialogs überwiegt gegenüber der üblichen Trennung von Solist und rauschender Orchesterkulisse. Man mag etwas den romantischen Zauber Mendelssohns vermissen, dafür erhält man scharf fokussierte Einblicke in die pulsierende Polyphonie seines Orchestersatzes.»

CD Review Mendelssohn The Piano Concertos
«Eine kammermusikalische Delikatesse ohnegleichen»

«Für ihre erste Einspielung haben sie gleich zwei Gipfelwerke der Gattung ausgesucht, die beiden Klaviertrios von Schubert. Das tönt verheissungsvoll und ist es auch, was das lupenreine Spiel der drei Musiker, ihre profunde Stilkompetenz und ihr subtiles Zusammenspiel anbelangt: Schubert sozusagen aus erster Hand.»

CD Review Franz Schubert: The Piano Trios
– Werner Pfister / Musik & Theater / Sept 2013 –

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«Furioser Auftakt (...)»

«Ohne Umschweife geht Mendelssohn hinein in den ersten Satz - und Oliver Schnyder und das Musikkollegium Winterthur mit Douglas Boyd setzen den furiosen Einstieg unmittelbar um. Erst das g-Moll-Konzert akzeptierte der 22-jährige Mendelssohn als sein erstes Klavierkonzert, das frühere in a-Moll ließ der immer selbstkritische Geist nicht gelten; es trägt keine Opuszahl und steht auf dieser CD am Schluss, quasi als Bonus.

Schnyder hat sich dafür entschieden, uns zuerst in die flirrende Welt des reifen Komponisten hineinzuziehen, und er hat Recht. «Molto allegro con fuoco» schreibt Mendelssohn vor, «sehr schnell, mit Feuer»; diese Anweisung wird hier ernst genommen. (...)

Riccardo Chailly hat einmal sinngemäß gesagt, die anspruchsvollste Literatur für Orchester habe Mendelssohn komponiert - wenn man sich auf die geforderten jagenden Tempi einlässt, umso mehr. Und umso eindrucksvoller, wenn die brillanten Passagen nicht effekthascherisch heruntergeschnurrt werden, sondern bei aller Atemlosigkeit doch Zeit fürs Luftholen bleibt, Zeit für die kleinen Tempoverzögerungen, die jede Interpretation erst lebendig machen. Für die langsamen Sätze gilt das genauso. Es ist nicht minder anspruchsvoll, Innigkeit, Poesie, lyrische Kantabilität zu vermitteln, ohne abzugleiten Richtung Kitsch, gerade im langsamen Satz des zweiten, des d-Moll-Konzerts. (...)

Ist es nur eine Äußerlichkeit, dass im Booklet lediglich der junge Mendelssohn uns direkt anschaut - nicht der Pianist Schnyder, nicht der Dirigent Boyd? Die Interpreten sehen wir in Aktion oder in die Partitur vertieft, als wollten sie uns sagen: Nur darum geht es, nicht um uns, in diesen Noten steckt alles drin, und es lohnt sich, immer wieder neue Interpretationen zu versuchen. Diese Interpretation ist gelungen. Pianist und Orchester agieren unter der feinfühligen Leitung von Boyd, als wäre es eine große Kammermusik. Der glasklare Klavierton Schnyders steht in schönem Kontrast zum haarigen Klang des Musikkollegiums Winterthur. Ein sehr empfehlenswertes Album.»

CD Review Mendelssohn The Piano Concertos
– Raliza Nikolov / ndrkultur / Sept 2013 –

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«Der Unterschätzte»

«Felix Mendelssohn-Bartholdys Klavierkonzerte werden wie vieles andere aus seiner Feder immer noch unterschätzt. Zeit also für eine Ehrenrettung. Oliver Schnyder wagt sie zusammen mit dem Orchester des Musikkollegiums Winterthur unter der Leitung von Douglas Boyd. Mit sehr überzeugendem Resultat. Schnyder und Boyd pendeln geschickt zwischen überschäumender Spielfreude in den Ecksätzen und den lyrischen Mittelsätzen. Besonders schön gelingt das beim Klavierkonzert in g-Moll opus 25 mit seinem wundervoll sich steigernden Wechselgesang zwischen warmen Celli und schlichtem Klavierpart. Unglaublich, was da der erst 22jährige Felix Mendelssohn-Bartholdy ersonnen hat.»

CD Review Mendelssohn The Piano Concertos
– Rolf App / St. Galler Tagblatt / Sept 2013 –

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«They make a fine impression»

«They make a fine impression, too especially in their lyrically beguiling performance of the B flat Trio (D898). The opening Allegro’s second theme begins truly pianissimo, with a quality of gentle Schubertian Sehnsucht. With a wide dynamic range, the players generate a splendidly combative climax in the development, and sensitively time and colour Schubert’s nonchalant sideslip to G flat at the recapitulation.»

CD Review Franz Schubert: The Piano Trios
– Richard Wigmore / Gramophone / Aug 2013 –

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«Edler Dienst an Schubert»

«Der Einklang ihrer geistigen Auseinandersetzung mit mehreren der schönsten Werke von Franz Schubert ist demnach bemerkenswert, ebenso die Klangschönheit und die Intensität des Spiels. Die einzelnen Phrasen werden fein ausgelotet, die Melodienbögen klug gestaltet, kurzum: dies ist edler Dienst an der Musik Schuberts.»

CD Review Franz Schubert: The Piano Trios
– Guy Wagner / pizzicato / Jul 2013 –

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«Eine neue Referenzeinspielung»

«Schon mit seinen Aufnahmen von Liszt, Schumann und Haydn liess der Schweizer Pianist Oliver Schnyder aufhorchen. Im Vorjahr gründetet er mit dem Geiger Andreas Janke und dem Cellisten Benjamni Nyffenegger ein Klaviertrio, das sich auf seiner Debüt-CD kühn mit zwei Werken präsentiert, die zum Höhepunkt dieser Gattung zählen: den beiden Klaviertrios von Franz Schubert. Und auch damit gelang Oliver Schnyder und seinen Partnern Grosses: Allein, was hier an Nuancen mitschwingt, indem die melodischen Bögen sensibel modelliert und harmonischen Rückungen subtil ausgeleuchtet werden, macht diese Aufnahme mit all ihren ‹himmlischen Längen› zu einer neuen Referenzeinspielung.»

CD Review Franz Schubert: The Piano Trios
«Hier sind drei Poeten am Werk»

«Die drei horchen die Partitur in ihren Tiefen aus, führen dabei unseren Blick auch ins Dunkel von Schuberts Seelenschluchten. Unter der Leichtigkeit von Schnyders perlenden Läufen klaffen düstere Bassfiguren. Jankes Geigenton ist mal hart, prägnant, dann gefühlvoll trauernd; plötzlich wechselt er in einen kernigen, scharfen Volkston, wo dies Schubert gleichsam fordert.
Im Andante con moto prallen die Melancholie, die Nyffenegger berührend zum Ausdruck bringt, und der aufbegehrende Schrei nach Leben aufeinander.»

CD Review Franz Schubert: The Piano Trios
– Christian Fluri / Aargauer Zeitung / Apr 2013 –

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«Wertvoll»

«Wertvoll ist diese CD vor allem wegen Daniel Behle, der sich mit seiner sehr schönen Mozart-Stimme nach und nach zu einem stilsicheren Liedinterpreten entwickelt und direkt in die Fußstapfen eines Ernst Haefliger oder Fritz Wunderlich treten kann. Wunderschön gestaltet er Beethovens «Ferne Geliebte», aber auch in den Brahms-Liedern und Balladen sowie in Schumanns «Belsatzar» und Mendelssohns «Andres Maienlied» vermag er durch seinen ebenso intelligenten wie feinen Gesang überzeugen. (...) Oliver Schnyder ist ein hervorragender Begleiter, der insbesondere bei Beethoven und Brahms eine überragende Arbeit leistet.»

CD Review Generation
– Remy Franck / Pizzicato / Jan 2013 –

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«Crisp accounts with touching nuances in the nocturnal slow movements.»
CD Review Haydn Piano Concertos
«Oliver Schnyder - beseelte Galanterie»

«Kaum hat der Schweizer Oliver Schnyder die Lorbeeren seiner Liszt-CD geerntet, legt er uns eine neue Aufnahme vor. Mit dieser geht er einen Jahrhundertschritt zurück und macht Besuch bei Joseph Haydn. Aus dessen Klavierkonzerten, bei denen man nicht so genau weiss, ob sie noch für Cembalo oder bereits für das Fortepiano geschrieben wurden, wählte er drei aus. Schnyder spielt sie auf einem modernen Flügel und wie er das tut! Haydn hätte wohl seine helle Freude daran. Mit seinem "jeu perlé", ein Markenzeichen Schnyders, geht er die schnellen Sätze mit einer federnden Leichtigkeit an, in der zuweilen auch eine vornehme Eleganz durchschimmert. Als Gegenstück zu den galanten Ecksätzen stehen die beseelten Mittelsätze, in die Schnyder eine berückende Kantabilität legt.

Experimentierfreudig wie Haydn selbst, liess sich Schnyder die Kadenzen von seinem Freund und Namensvetter, dem Komponisten und Saxophonisten Daniel Schnyder, auf den Leib schreiben. Wie aus der Feder des Jazzkomponisten nicht anders zu erwarten, sind diese Kadenzen eigenwillig, witzig und nehmen swingend die Geschmeidigkeit auf, die der Pianist vorgibt.

Ein Glücksfall für Oliver Schnyder ist die ihm zur Seite stehende Academy of St Martin in the Fields unter Andrew Watkinson. Dieses seit Jahrzehnten erfahrene und doch nie routiniert wirkende Kammerorchester rollt dem Pianisten einen ebenso leichten wie soliden Teppich aus und folgt subtil den Absichten des Pianisten.»

CD Review Haydn Piano Concertos
– Irène Mayer / Radio Swiss Classic / Dez 2012 –

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«Richtige Gene»

«Von Ferne erinnert diese Stimme an die späte Martha Mödl, vor allem in den Wagnerschen Wesendonck-Liedern, die Renate Behle nach Wolf und Liszt singt: Da ist ein Tasten zu spüren, eine wissende Müdigkeit in ihrem ehedem hochdramatischen Sopran, der auf der Bühne alles gesungen hat - und sich hier seinem Vermächtnis stellt. Auratisch, wie Behle im tristantrunkenen Treibhaus fast mehr spricht, als wär‘s ein Melodram von Schönberg, geradezu erotisch, wie der Pianist Oliver Schnyder ihr dabei nie zu nahe tritt. Diesem Vergleich kann Daniel Behle, lyrischer Tenor und Sohn von Renate, im ersten Teil der CDE schon qua künstlerischer Erfahrung nicht standhalten. Die richtigen Gene hat er trotzdem, das zeigen Brahms-Lieder wie Feldeinsamkeit oder Von ewiger Liebe, die er mit empfindsamem Timbre und viel Verständnis singt.»

CD Review Generation
– Christine Lemke-Matwey / DIE ZEIT / Dez 2012 –

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«Zauberisch schön»

«Welcher Pianist hätte nicht zumindest einige der großen Mozart-Konzerte und mehrere, wenn nicht alle fünf Beethoven-Klavierkonzerte parat? Aber Joseph Haydn? Er hat immerhin mehrere spritzig-geistreiche Werke zur Gattung beigetragen.

Der Schweizer Oliver Schnyder hat drei davon mit der Academy of St. Martin in the Fields aufgenommen, den Ton verbindlich zwischen Originalklangerkenntnissen und altvertauter Schönklangpraxis anzusiedeln gewusst – und modelliert das melancholische Largo des F-Dur-Konzerts (Hob. XVIII/3) so zauberisch-schön, dass es jeden Vergleich mit Mozarts schönsten Adagio-Sätzen aushält.»

CD Review Haydn Piano Concertos
– Wilhelm Sinkovicz / Die Presse / Nov 2012 –

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«Schnyder und Schnyder»

«Zwischenwelten - dieser Begriff drängt sich auf beim Anhören von Oliver Schnyders jüngster Einspielung, den drei Klavierkonzerten von Haydn.»

CD Review Haydn Piano Concertos
– Bruno Rauch / Musik und Theater / Nov 2012 –

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«Haydn (..) through the prism of contemporary styles»

«The Schnyders evidently have fun refracting Haydn's motifs through the prism of contemporary styles, but what is remarkable is that these modern additions never outstay their welcome while making gentle fun of their surroundings.»

CD Review Haydn Piano Concertos
«Unaufdringliche Eleganz»

«Mit seiner Einspielung der drei «vollgültigen» bzw. in ihrer Authentizität unangefochtenen Klavierkonzerte Joseph Haydns bestätigt Oliver Schnyder seinen Ruf als einer der versiertesten Schweizer Pianisten der jüngeren Generation. Schnyder, souverän unterstützt von der Academy of St. Martin in the Fields, betont weniger die konzertanten Momente dieser aus Haydns «mittlerer» Schaffensperiode stammenden Werke als ihre rhythmische und melodische Kontinuität; dabei lässt er in den Ecksätzen mit leichtfüssigem «jeu perlé» und in den langsamen Sätzen mit geschmeidigem Cantabile-Spiel aufhorchen. Zwar erzielt er nicht ganz die kristalline Brillanz von Leif Ove Andsnes, der in seiner Aufnahme mit dem Norwegian Chamber Orchestra die rhythmischen Pointen und dynamischen Kontraste noch entschiedener herausgearbeitet hat. Und gewiss sind die seltsam zwischen historisierender Stilübung und postmoderner Übermalungstechnik changierenden Kadenzen aus der Feder von Daniel Schnyder nicht nach jedermanns Geschmack. Dem hohen Niveau dieser auch klangtechnisch vorzüglichen Produktion tut dies jedoch kaum Abbruch, denn was der Interpretation an letzter Prägnanz abgeht, macht der Pianist durch seine flüssige Diktion, seine technische Agilität und seine hohe Anschlagskultur mehr als wett.»

CD Review Haydn Piano Concertos
– F.Me / Neue Zürcher Zeitung / Sept 2012 –

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«CD-Tipp Fono Forum»

Die neue CD von Oliver Schnyder zusammen mit der Academy of St. Martin in the Fields mit den Klavierkonzerten in F, G und D Josef Haydns wird im FonoForum 09/12 als CD-Tipp besprochen.Gleichzeitig erhält sie in Frankreich die Auszeichnungen Choc-Classica.

CD Review Haydn Piano Concertos
– Fono Forum / Sept 2012 –

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«CD-Tipp von Fritz Trümpi»

CD-Tipp

CD Review Haydn Piano Concertos
– Fritz Trümpi / Kulturtipp / Aug 2012 –

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«Schnörkelloses, fein artikuliertes Haydn-Spiel»

CD des Tages bei Radio Stephansdom

CD Review Haydn Piano Concertos
«(...) einfach wunderbar»

«Diese Konzerte sind hinreissende Miniaturen - und Oliver Schnyder weiss alle Facetten zu ziselieren - Poesie pur. (...)»

CD Review Haydn Piano Concertos
– Andrea Rascher/ Amazon / Aug 2012 –

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«CD der Woche»

Haydn Piano Concertos

CD Review Haydn Piano Concertos
– Kulturradio rbb / Aug 2012 –

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«CD of the week»
CD Review Haydn Piano Concertos
– ClassicFM /Aug 2012 –

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«Stillen Größe, die in edler Einfalt ruht.»

«Wer es europäischer und überschaubarer mag, ist bei Oliver Schnyder gut aufgehoben. Für RCA Red Seal spielte der Schweizer die Klavierkonzerte Hob. 18/3, 4 und 11 von Joseph Haydn ein, begleitet von der Academy of St. Martin in the Fields unter Andrew Watkinson. Mit leichter Hand, delikatem Geschmack und (behutsam) modernistischen Kadenzen gibt er ein klassisches Bekenntnis ab zur «stillen Größe», die in «edler Einfalt» ruht.»

CD Review Haydn Piano Concertos
«Zwischen Rokoko und Revolution mit Schweizer Präzision»

«Die drei Klavierkonzerte Haydn's stehen für den wichtigen Übergang der Tasteninstrumente vom Cembalo zum Pianoforte. In der Zeit zwischen 1760-90 komponiert werden wir in den Strudel der Revolution Europas mit hineingezogen. Oliver Schnyder meistert die Passagen brilliant und professionell zusammen mit dem allbekannten Orchester St. Martin in the Fields unter der Leitung von Andrew Watkinson. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Die Dialoge zwischen Orchester und Solist sind päzise, klanglich perfekt und menschlich abgestimmt. Das ist Kammermusik auf höchstem Niveau, wie wir sie von allen beteiligten Partnern gewohnt sind. Die vorliegende Aufnahme ist eine wunderbare Ergänzung zu Schnyders Mozart Einspielung aus dem Jahre 2008.»

CD Review Haydn Piano Concertos
«Ein besonderer Pianist»

Eine ausführliche Besprechung der Haydn-CD in der Mittelland-Zeitung. Kleines Missverständnis: Kadenzen wurden vom Freund und Namensvetter Daniel Schnyder komponiert.

CD Review Haydn Piano Concertos

 

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– Mittelland-Zeitung / Jun 2012 –

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«Propellernde Maikäfer, liebende Mannsbilder»

«Schwärmerisch und brutal: Der Tenor Daniel Behle hat mit Liedern von Richard Strauss in Oliver Schnyder einen idealen Begleiter gefunden (...)
Bei aller Zärtlichkeit – das ist ein Husarenstreich! In einer glänzend gelungenen Verblüffungsattacke stellt der Tenor Daniel Behle gemeinsam mit dem Pianisten Oliver Schnyder das "Ständchen" op. 17 Nr. 2 an den Anfang seines Albums mit Liedern von Richard Strauss. Allein, wie der heikle Zwischenton dieses Stücks  – lebhaft und süss, rasend und geheimnisvoll zugleich – getroffen ist, nötigt zu einem "Chapeau!". Schnyder lässt in delikatestem Pianissimo die Fis-Dur-Sextolen des Klaviers herunterpropellern wie liebestolle Maikäfer. Und darüber trompetet Behle in drängendem Flüstern seine Signale: "Mach auf, mach auf, doch leise, mein Kind, um Keinen vom Schlummer zu wecken." (...)
Klavier und Stimme verschmelzen wie die Schatten aller Dinge in der Dämmerung (...) Ein leiser Harmoniewechsel, so herrlich, wie wenn nach Sonnenuntergang der Tau fällt und das Gras duftet (...)»

CD Review Strauss Lieder
– Jan Brachmann / Feuilleton der FAZ / Mai 2012 –

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«Thrilling Strauss album»

«This thrilling Strauss album makes me want to hear this young German tenor in everything he sings. His light lyric timbre is reminiscent, in its ascents to the stratosphere, of earlier German-speaking tenors (Tauber and Dermota spring to mind). He crowns Cäcilie with a stunning top B...breathtaking work from both singer and pianist.»

CD Review Strauss Lieder
– The Sunday Times / Mai 2012 –

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«The voice touches lightly and never sentimentally on the piano melody»

«Sopranos have ruled the roost of Strauss songs for so long that it‘s easy to forget that Strauss wrote his first published set - the eight songs of Op. 10 featured here - with a tenor in mind. But never mind the voice-type; all that matters is the artistry. Soft, inward rapture for ,Ständchen‘ is Behle‘s excellent starting point, an intimacy he uses to make his mark in the familiar ,Zuneigung‘, ,Cäcilie‘ and ,Morgen‘, where the voice touches lightly and never sentimentally on the piano melody so gracefully sung by the subtle Oliver Schnyder. An easy confidentiality never allows over-inflection here. Behle has licence to do all the dynamics and colours in the quirkier Schack settings of Op. 19, framed by a Wolf-like elusiveness which tenor and pianist effortlessly share (the only problem with the piano sound is a tendency to diffuseness in the bigger moments, which may be the fault of the recording or the instrument). Whether or not the studio tells the truth, Behle is also able to bring a heroic sheen to the refulgend climaxes of ,Ich liebe dich‘ and ,Breit über mein Haupt‘ which makes comparison with Jonas Kaufmann not inappropriate; but in any case this is a tenor with a candid, easy approach all his own.»

CD Review Strauss Lieder
«Liszt mit Leidenschaft»

Besprechung im St. Galler Tagblatt

CD Review Franz Liszt: Piano Works

 

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– Rolf App / Südwest Presse / Apr 2012 –

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«Hochgenuss und schlichtweg betörend, bezaubernd»

«Wer ein Freund von Strauss-Liedern ist, sollte sich diese CD anschaffen. Daniel Behle hat sich inzwischen zu einem großartigen Sänger gebildet, der eine kräftige Mittellage mit wunderschönen zarten Höhentönen zu verbinden vermag. Ausdrucksstark und farbig sind seine Interpretationen des so impressionistisch gefärbten spätromantischen Liedguts von R. Strauss, was der Pianist Oliver Schnyder hier kongenial zu parieren weiß. Diese CD von 2012 wird richtungsweisend sein für weitere Aufnahmen der Lieder von R. Strauss. Sie ist ein Hochgenuss und schlichtweg betörend, bezaubernd»

CD Review Strauss Lieder
«(...) tears of gratitude from the composer himself»

«Here, like some valedictory blessing on the Liszt year, are tributes that would surely have brought tears of gratitude from the composer himself on hearing his genius so ardently celebrated and confirmed rather than ridiculed...Oliver Schnyder, scarcely less distinguished in the Swiss année, coupled most strikingly with the two St Francis Legends and the shuddering, fragmented poetry of the Malédiction for piano and orchestra, a true danse macabre. A pianist of massive technical resource, this Swiss pianist captures all the Byronic gloom of "Vallée d'Obermann" and evokes St Francis's sermon to his flock with a poetic empathy that comes close to Wilhelm Kempff's unearthly spiritual beauty in his early Decca recording. Both pianists are sumptuously presented and recorded.»

CD Review Franz Liszt: Piano Works
– Bryce Morrison / Gramophone / Mrz 2012 –

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«Er sieht hinter die Töne, vermag die Worte und die Gedanken Liszts in Klang umzusetzen.»

«Natürlich ist auch diese CD schon im vergangenen "Liszt-Jahr" aufgenommen worden. Der Pianist Oliver Schnyder ist bereits in den vergangenen Jahren aufgefallen mit seinen Interpretationen von Mozart und Schumann. Nun also Liszts Reise durch die Schweiz - eine Suche nach der eigenen Identität könnte man für Schweizer Pianisten annehmen. Doch einmal abgesehen davon ist Schnyders Spiel eine Offenbarung nach all den Liszt-Interpretationen des vergangenen Jahres. Er sieht hinter die Töne, vermag die Worte und die Gedanken Liszts in Klang umzusetzen. Und dies mit einer wunderbaren Klanggebung, die niemals auf das Virtuose abzielt, sondern immer die Lyrik und die Ideen dahinter durchmisst. Schnyder hat eine der spannendsten Liszt-Interpretationen des Jahres geliefert (...)»

CD Review Franz Liszt: Piano Works
«(...) Bedeutend»

«Oliver Schnyder ergänzt seine Aufnahme des ersten «Pèlerinage»-Buches durch zwei Legenden und um die «Malédiction» für Klavier und Streicherensemble. In der «Vogelpredigt des heiligen Franz von Assisi» kommen die pianistischen Qualitäten des Schweizers besonders zur Geltung. In den Rahmenteilen des Stückes entwickelt er geradezu impressionistische Klangfarben, die von den wuchtigen Akkorden des Mittelteils wirkungsvoll kontrastiert werden. Die zweite Legende, «der heilige Franz von Paula wandelt auf den Wogen», erinnert stark an die «Chapelle de Guillome Tell» aus den «Années». Auch hier kreiert Schnyder zwei Ebenen: Über die virtuosen, sich bald über die gesamte Klaviatur erstreckenden Wogen schreitet der Heilige in choralhafter Gemessenheit, um dann zunächst zu heroischer Grösse und vor der triumphalen Schlussapotheose noch zu rezitativischer Schlichtheit zu gelangen. Ein ausserordentlich brillant und farbenreich gestaltetes Tongemälde!»

CD Review Franz Liszt: Piano Works
– Arnd Richter / Fono Forum / Mrz 2012 –

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«Virtuose Schweizerreise»

«Oliver Schnyder wagt einen Spagat - und bewältigt ihn formvollendet. Mit einem Bein grätscht er ins Romantisierende, mit dem anderen in die Nüchternheit des gestrengen Partiturendurchleuchters. Im Ergebnis zeichnet sich seine neue Einspielung des Schweiz-Jahres aus Liszts «Années de Pèlerinage» durch eine Geradlinigkeit aus, die nach ihresgleichen sucht. Schnyders Phrasierungen sind durchwegs eigenwillig, doch bleiben sie stets nachvollziehbar, während er agogische Kunstgriffe vielfältig einsetzt, aber ohne die thematischen und figuralen Zusammenhänge je aus den Augen zu verlieren. Als Supplément hält die CD auch einige Liszt-Trouvaillen parat, die selten zu hören sind: zwei «Légendes», die einige Zeit nach den «Pilgerjahren» entstanden sind und von Liszts Hinwendung zur Religiosität zeugen, sowie die «Malédiction» für Klavier und Streicher - nach Schnyder das Schwierigste, was er je gespielt habe: die Komposition sei unheimlich vertrackt und verlange vom Pianisten die letzten Reserven, so der 38-jährige Aargauer. Anhören würde man das ihm auf der vorliegenden CD allerdings nicht. Verspielt, ja geradezu leichtfüssig und in lockerer Gestalt kommt der Klavierpart daher. Es braucht schon ein beträchtliches akrobatisches Geschick und eine hohe technische Virtuosität, um in einem Stück dieses Schwierigkeitsgrades die Kulisse der Leichtigkeit aufrechtzuerhalten - und Schnyder mangelt es glücklicherweise an beidem nicht.»

CD Review Franz Liszt: Piano Works
– Fritz Trümpi / Musik & Theater / Mrz 2012 –

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«An der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit (...)»

«Behle gilt schon als Nachfolger von Fritz Wunderlich - und dieser Vergleich scheint ausnahmsweise mal nicht übertrieben: Mit seinem zarten Tenor erinnert er tatsächlich an den großen deutschen Tenor. (...) An der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit zaubern die Interpreten einen unwirklichen Klang. Der Pianist Oliver Schnyder bettet den Gesang auf Klaviertöne, die wie aus dem Nebel kommen.(...) Einfach nur schön und anrührend»

CD Review Strauss Lieder
«Pianistische Erinnerung an eine Schweizerreise»

«Der Pianist Oliver Schnyder überzeugt mit einer neuen Liszt-Einspielung.

Oliver Schnyder wagt einen Spagat und bewältigt ihn formvollendet: Mit einem Bein grätscht er ins Romantisierende, mit dem anderen in die Nüchternheit des gestrengen Partiturendurchleuchters. Im Ergebnis zeichnet sich seine neue Einspielung des Schweiz-Jahres aus Liszts «Anné de Pèlerinage» durch eine anmutige Geradlinigkeit aus, die nach ihresgleichen sucht. Schnyders Phrasierungen sind durchwegs eigenwillig, doch bleiben sie stets nachvollziehbar, während er agogische Kunstgriffe vielfältig einsetzt, aber ohne die thematischen und figuralen Zusammenhänge je aus den Augen zu verlieren. Gut abgemischt ist das alles: Schnyder weiss, wovon er spielt, ist man geneigt zu sagen, zumal sein Zugriff nie nach übertrieben-vordergründiger Virtuosität klingt, zu der bei Liszt auch heute noch nicht eben wenige Interpreten neigen.

Liszt, der Bekenntnismusiker

Virtuosität wird hier zum Ausdrucksmittel, denn bei Liszt gehen die Ideen meistens Hand in Hand mit den Eigenarten des Klaviers – anders als etwa bei Beethoven oder Schubert, die ihre Ideen oft gegen das Instrument zu richten scheinen», erlätert er sein pianistisches Verständnisvon Liszts Musik. Es komme ihm manchmal vor, so Schnyder weiter, als benutze der Komponist den ganzen Glamour um seine Virtuosität als eine Art potemkinsches Dorf, doch dahinter verberge sich der Bekenntnismusiker, der uns Persönlichstes anvertraue: «Und wie gross ist die Versuchung, sich als Liszt-Interpret eigene Kulissen aus pianistischem Blendwerk zu bauen», gesteht der 38jährige Aargauer. Tatsächlich handelt es sich gerade bei den «Années de Pèlerinage» um ein besonders intimes Vermächtnis von Liszt: Noch ganz in der Romantik verhaftet, widerspiegeln sie im Falle des «Année Suisse» eine Schweiz-Reise, die der Komponist zusammen mit seiner Geliebten Marie d’Agoult 1835 unternommen hatte. In das Werk, das Liszt noch im Reisejahr zu schreiben begann, in seiner definitiven Fassung jedoch erst 1855 veröffentlichte, flossen damit mannigfaltige landschaftliche, literarische, religiöse,vor allem aber seelisch-erlebnishafte Motive ein: Naturhaftes Empfinden und seelisches Erleben sind für die Romantik bekanntlich das Signum kreativen Schaffens schlechthin. Das ansprechende, und informative 63 Seiten zählende Booklet der insgesamt äusserst aufwendig gestylten CD dokumentiert diese Reise in Bild und Wort, und vermittelt so einen plastischen Eindruck von den programmatischen und biografischen Hintergründen dieser musikalischen Reisebeschreibung. Darüber hinaus hält die CD aber auch noch einige andere Liszt-Trouvaillen parat: Zwei «Légendes», die einige Zeit nach den «Pilgerjahren» entstanden sind und von Liszts Hinwendung zur Religiosität zeugen, sowie die «Malédiction» für Klavier und Streicher. «Dieses Werk ist wohl das schwierigste, das ich je gespielt habe und ich glaube, dass es trotz seiner genialen Anlage deswegen so selten aufgeführt wird – die Komposition ist unheimlich vertrackt und verlangt vom Pianisten die letzten Reserven», bekennt Schnyder. Anhören würde man das ihm auf der vorliegenden CD allerdings nicht. Verspielt, ja geradezu leichtfüssig und in lockerer Gestalt kommt der Klavierpart daher. So ganz ohne pianistisches Blendwerk scheint ein Liszt-Interpret dann eben doch nicht auszukommen: Es braucht schon ein beträchtliches akrobatisches Geschick und eine hohe technische Virtuosität, um in einem Stück dieses Schwierigkeitsgrades die Kulisse der Leichtigkeit aufrechtzuerhalten - und Schnyder mangelt es glücklicherweise an beidem nicht.»

CD Review Franz Liszt: Piano Works
– Fritz Trümpi / Aargauer Zeitung / Feb 2012 –

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«(...) die wohl schönsten Einspielung des Jubiläumsjahrs»

«1833 lernt der junge Franz Liszt die Comtesse d'Agoult kennen. Sie ist verheiratet, gleichwohl sind die beiden in Kürze ein Liebespaar. Lange verheimlichen lässt sich die Sache nicht, 1835 verlassen die beiden Paris und Frankreich. Am 31. Mai treffen sie in Basel ein. Dann geht es zunächst nach Steckborn und Konstanz, weiter über Rorschach, St. Gallen, Heinrichsbad, Lichtensteig nach Uznach und Weesen. Die Innerschweiz schliesst sich an, letzte Station ist Genf. Liszt komponiert kurze Stücke, die er Jahrzehnte später überarbeitet und als ersten Teil der «Années de Pèlerinage» herausbringt.

Gespielt von Oliver Schnyder finden sie sich auf der wohl schönsten Einspielung des Jubiläumsjahrs. Zusammen mit zwei Legenden und der Malédiction für Klavier und Streicher. Liebevoll und reichbebildert werden die Reise und ihre Hintergründe dokumentiert, liebevoll wendet sich Schnyder den Miniaturen zu, die mal zart, mal wild herabstürzend daherkommen. Am ausgeprägtesten ist seine Meisterschaft in den behutsamen Stücken: im Nocturne «Les cloches de Genève» und in der ersten Legende, die Franz von Assisis Vogelpredigt in Töne setzt.

So liebevoll und individuell werden heute kaum noch CD-Hüllen gestaltet – schon gar nicht solche kaum massentauglicher Musik wie Franz Liszts «Années de Pèlerinage – Suisse». Das ist aber nicht das einzige Erfreuliche an dieser Produktion. (…)»

CD Review Franz Liszt: Piano Works
«Liszt's Schweizer-Reise - Leidenschaft pur (...)»

«Liszt lebt! Und wie. Mitten unter uns. Genauer, in der Schweiz: Oliver Schnyder (38, Schweizer Pianist),«sein» Liszt lässt wahre Klavier-Leidenschaft spüren! Diese Einspielung verlebendigt höchst expressiv, geradezu «voluptueux», Liszt's 1. Schweizer-Reise (1835). So tief innig gab's Liszt selten, aber jetzt: Ungestüm, sanft, gewaltig, melancholisch, überschäumend, lebendig, liebevoll, zärtlich, glücklich, tief traurig, zweifelnd, zerrissen, vergeistigt, fragend, suchend, schwebend ... ein wahrlich starkes Klang-Bild vom jungen Liszt!

Oliver Schnyder's Liszt ist hörbar anders.

Nahezu unfassbar, wie Oliver Schnyder in Liszt's «Années de Pèlerinage», in die «Légendes» und in das hoch dramatische Werk für Klavier und Streicher «Malédiction» (hier mit Streichern des Tonhalle-Orchesters, Zürich) eingetaucht ist. Wohl selten hat sich jemand so identifizierend aufgemacht, die Gefühlswelt der 'Musik zwischen zwei Leben' (Album-Zitat) des damals gerade 24-jährigen Liszt am Klavier zu interpretieren. Liszt lebt.

Übrigens auch im ganz außerordentlichen, 64 Seiten starken «Booklet». Dort ist zu lesen, was Oliver Schnyder (im Sommer 2011) selbst sehr treffend analysiert und nieder geschrieben hat; allein «Die Schweiz-Reise» von Franz Liszt und Marie d'Agoult im Jahr 1835' ist auf 25 Seiten ist mit zahlreichen Bild-Dokumenten akribisch dargestellt. Typisch: Kein Cover-Foto von Oliver Schnyder auf dem Album, «Star-Kult» liegt dem sympathischen Schweizer eh nicht, für ihn steht allein die Musik im Vordergrund. Eben «Leidenschaft» pur (…)»

CD Review Franz Liszt: Piano Works
– Kundenrezension / Amazon / Dez 2011 –

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«Oliver Schnyder - Tastenkünstler auf Schweizerreise»

«Auch ein Jahr nach seinem 200. Geburtstag darf man sich selbst oder seinen Liebsten noch eine CD des Komponisten und Tastenvirtuosen Franz Liszt unter den Weihnachtsbaum legen, nur sollte man wissen, welche. Der Schweizer Oliver Schnyder, ein Tastenkünstler mit allen Fähigkeiten ausgerüstet, die Klavierwerke von Liszt zu einem Erlebnis machen, hat für seine CD das «Schweizerjahr» aus den «Années de Pèlerinage» ausgewählt.

Schnyders Sicht auf Liszt ist so aufregend und aufwühlend, weil er nie in die Gefahr gerät, das Virtuose, das Glamouröse herauszustreichen, das zwar in dieser Musik mannigfach vorhanden ist, aber sich nicht in den Vordergrund drängen sollte. Diese Stücke, die Liszt in Erinnerung an seine Schweizerreise schrieb, sind eigentliche Seelengemälde. Schnyder liebt es, mit starken Kontrasten zu spielen, die ihre Wirkung nie verfehlen. Wenn er etwa «Au Lac de Walenstadt» in hauchzarte impressionistische Farben taucht, ist das ebenso eindrücklich wie wenn er die «Genfer Abendglocken» in eine andächtige Stimmung taucht oder das «Gewitter» drohend donnern lässt. Der Schweizerreise sind die beiden Franziskus-Legenden beigefügt, die feierliche und erhaben die CD abrunden.

Schnyders pianistischen Möglichkeiten und sein Klangfarbenspektrum sind so beträchtlich, dass er sich ihnen nur zu bedienen braucht. Diese Fähigkeiten braucht er auch für das auf der Bonus-CD enthaltene Konzertstück «Malédiction» für Klavier und Streicher. Für Oliver Schnyder das vertrackteste Werk, das er je gespielt habe, was ihn aber nicht hinderte, es grandios und mit geradezu verschwenderischer Klangfülle darzubringen, unterstützt von vortrefflichen Musikerinnen und Musikern des Tonhalle-Orchesters Zürich.

Eine luxuriöse Zugabe ist das informativ und wunderschön illustrierte Booklet. Rundum ein kostbares Weihnachtsgeschenk!»

CD Review Franz Liszt: Piano Works
– Irène Mayer / Radio Swiss Classic / Dez 2011 –

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«One looks forward to other opus numbers»

«Trio Opus 100 is a multinational group of young chamber musicians, and one hopes they'll go on to record other works besides the sprawling Schubert Piano Trio in E flat major, Op. 100, from which they take their name. The recording was made in 2009 (not 2011 as is indicated on the back cover of the CD, which would have been a neat trick inasmuch as the album was released in 2010), and it's paired with an earlier recording of the Piano Sonata in A major, D. 664, by pianist Oliver Schnyder. That works well, for it's Schnyder's musical personality that's prominent in the trio, as well, and he's a gifted Schubert interpreter. In the slow movements of both works he has the fine cantabile and the melancholy, yet soaring quality that marks the great Schubertians. Yet the collective decisions are likewise interesting and unusual. The trio is taken with all repeats, clocking in at nearly 50 minutes. The first movement is taken at a brisk (maybe too brisk, sample it) clip, weighting the entire sonata toward the vast finale. It would have been easy for the players to flag here, but they keep the momentum going throughout, aided by original touches like the punchy rhythms in the trio of the scherzo. Schnyder's quiet A major sonata almost has the feel of an encore after these exertions. The pieces were recorded in different locations; the church where the trio was played is a bit too live, but there isn't a lurch from one piece to the other. One looks forward to other «opus numbers» from this new group.»

CD Review Opus 100 - Franz Schubert
– James Manheim / Allmusic / 2011 –

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«Liszts naturgewaltige Seelenreise mit viel Sinn und Charakter»

«Scharf wie Jazz: Von den vielen neuen Liszt-CDs, die im Jubeljahr erscheinen, sind manche so lahm wie Kuschelrock. Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder aber geht mit einer Kraft an den ersten Teil der «Pilgerjahre», die Liszts Schweizer Reise von 1835 gerecht wird. Aufbrausend im Stück «Chapelle de Guillaume Tell», sanft impressionistisch im «Le mal du pays», archaisch im«Vallée d'Obermann». Der 38-jährige Aargauer setzt Liszts naturgewaltige Seelenreise mit viel Sinn und Charakter um.»

CD Review Franz Liszt: Piano Works
– Kundenrezension / Sonntagszeitung / Nov 2011 –

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«(...) infiniment poétiques»

«On retrouve la Première année de pèlerinage consacrée à la Suisse (RCA/Sony) sous les doigts infiniment poétiques d’Oliver Schnyder. Le pianiste zurichois a eu l’excellente idée de compléter son album avec Malediction, étonnante pièce de jeunesse de Liszt pour piano et cordes.»

CD Review Franz Liszt: Piano Works

 

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– Luca Sabbatini / Tribune de Genève / Okt 2011 –

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«Melancholischer Nachdruck»

«Ist von «Opus 100» die Rede, machen Klassikliebhaber ein  verklärtes Gesicht und beginnen zu schwärmen - von Schuberts  Klaviertrio Es-Dur op. 100. Ein Werk, mit dem jeder zumindest ein persönliches Erlebnis verbindet. Das Klaviertrio «opus 100» kann von diesem Erlebnis in Zukunft ein Lied singen, bildet das Schubert-Trio doch gleich das Hauptwerk ihrer ersten CD. Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder gibt mit seinem leichtfüssigen Ton, dem ein melancholischer Nachdruck eigen ist, die klangliche Vorgabe. Wie gut der Cellist Claudius Hermann darauf reagieren kann, zeigt er etwa im Andante con moto: Man erkennt nicht nur ein Einhergehen, sondern auch ein Setzen von klanglichen Kontrapunkten. Die Geigerin Marina Yakovleva glänzt obenaus mit bestimmtem Strich und Ton. Als unbeschwerte Zugabe spielt Schnyder Schuberts Sonate A-Dur op. 120.»

CD Review Opus 100 - Franz Schubert
– Christian Berzins / Aargauer Zeitung / Mai 2011 –

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«very high marks»

«The Trio Opus 100 is a multinational ensemble composed of award-winning pianist Oliver Schnyder, a student of Leon Fleisher and Ruth Laredo; Russian violinist Marina Yakovleva, who studied with Pierre Amoyal and has concertized as a soloist and chamber musician in Europe and the U.S.; and German cellist Claudius Herrmann, a protégé of David Geringas, who, since 1991, has served as principal cellist in the Zurich Opera Orchestra. How the three met and decided to form a piano trio is not addressed by the booklet notes, but this appears to be their first and so far only recording as an established ensemble. To say that with this album they have hit the jackpot or made a hole-in-one on their first try might be a bit of an overstatement, but without question, this performance of Schubert’s E♭-Major Trio ranks high beside the Icicle Creek and Tetzlaff/Vogt readings that made my earlier Want Lists.

The Andante con moto movement at the heart of this work is so sensitive to tempo that just one or two metronome notches in either direction can make or break a performance. Not con moto enough and the movement loses its premonitory edge; too con moto and it loses its tragic tread. So where does the Trio Opus 100 come in? At 9:08, exactly the same as the Gryphon Trio on Analekta, the ensemble pushes the envelope. The tempo is not as fast as that taken by the Florestan, but it’s a bit quicker, without quite sounding rushed, than I would prefer to hear it.

The first and third movements, with repeats taken, are very well done. The players are alert to each other’s phrasing inflections and the score’s dynamics, resulting in a fluid, well-integrated, and balanced performance. My only real complaint—and it should be lodged against Schubert rather than faulting the Trio Opus 100 for heeding the composer’s ill-advised directive—is that the lengthy repeat in the last movement is observed, stretching it out to almost 19 minutes. Not chancing to put their audience into a catatonic state, few ensembles risk taking this tedious and tiresome repeat, which contains material made up of highly repetitive patterns, a Schubert trademark familiar from his «Great C-Major» Symphony…perhaps we should give the Trio Opus 100 extra points for daring us to persevere. Wasn’t it at the first public performance of Beethoven’s «Eroica» Symphony that a man in the audience stood up and cried, «I’d pay another kreutzer if the damn thing would only stop?» Aside from this one matter of the last movement exhausting my patience, I’d have to give this latest version of one of Schubert’s greatest masterpieces very high marks.»

CD Review Opus 100 - Franz Schubert
– Jerry Dubins / Fanfare / Mai 2011 –

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«Ausgezeichnet mit dem Supersonic Pizzicato Award»

«Diese CD ist eine Riesenüberraschung. Hätte man von drei Musikkern, die sich unter dem Namen 'Trio Opus 100' vereint haben, erwarten können, dass sie eine so meisterhafte Darbietung gerade dieses Schubert-Werkes schaffen würden? Nun, wenn man sich schon einen solchen Namen gibt, so verpflichtet dieseer natürlich, und man vergreift sich auch nicht ungestraft an Franz Schubert. Das ist diesmal wirklich nicht der Fall: Hier sind Interpreten, die ihren Schubert ernst nehmen, die auch ihr Spiel ernst nehmen und die mit Ernst und enormem Können an das wohl grösste Trio der Musikgeschichte herangehen. So geben sie ihm erfrischend neue Züge. Zwar spielen sie das einleitende Allegro sehr forsch, vielleicht etwas zu forsch, dadurch aber können sie dem folgenden, grossartigen Andante con moto ein so intensives Voranschreiten, Schritt für Schritt, abgewinnen, dass diese Interpretation in sich allein die ganze Dramatik des Schubertschen Wanderers verkörpert. Eine weitere freudige Ueberraschung ist, dass endlich wieder die üblichen Striche nicht gemacht, sondern alle Wiederholungen ausgespielt werden, was der kostbaren Interpretation ein noch schöneres Gleichgewicht gibt. Es darf daher behauptet werden, dass das 'Trio Opus 100' seine Feuerprobe glänzend bestanden hat.Damit die CD aber nicht bei 49'54 aufhört, hat man ihr eine bereits 2001 entstandene Interpretation der Klaviersonate in A-Dur D.664 mit Oliver Schnyder, dem Pianisten des Trios, beigefügt. Auch sie stellt, trotz des grossen Angebots, eine Repertoirebereicherung dar. Hier ist keiner, der seinen Schubert verzärtelt, sondern einer der mit kühnem Zugriff und grosser Sensibilität die ganze Spannweite dieser herausragenden Musik in ihrem ständigen Wechsel zwischen Hoffnung und Angst deutlich macht.»

CD Review Opus 100 - Franz Schubert
«Swiss Liszt»

«Possibly due to limited distribution in the U.S., Oliver Schnyder’s fine recording of Liszt’s Années de Pèlerinage Book I flew past at least one critic’s radar as the 2011 Liszt bicentennial wound down. Yet it’s also plausible that such a disc easily could have fallen by the wayside in light of the year’s significant complete Années cycles from Louis Lortie (Chandos), Jerome Lowenthal (Bridge), and Bertrand Chamayou (Naïve). In any event, Schnyder’s big technique, colorful sound, and innate sense of style generally serve these pieces well.

He doesn’t make the mistake many others do of playing Chapelle de Guillaume Tell’s massive opening chords too loud too soon, and gauges the “echo” melodic phrases against a bed of tremolos to three-dimensional effect. Similar hand independence in Au lac de Wallenstadt reveals gorgeously floating interaction between gentle left-hand arpeggios and wistful right-hand cantabiles. The outer sections of Pastorale convey just the right lightness and lilt, although Schnyder labors over the middle episode’s “un poco marcato” articulation. His unusually dry and business-like approach to Au bord d’une source contrasts to the lyrical delicacy we often hear, although some of his left-hand octave work in Orage slightly pushes ahead in the manner of a low-voltage Georges Cziffra. However, Schnyder convincingly applies incremental pulse fluctuations and carefully scaled dynamics in Vallée d’Obermann’s long opening narrative section, giving little clue of the demonic, slashing octave climaxes ahead.

While some pianists treat Eglogue’s disarming simplicity with kid gloves and a literal heart, Schnyder, like Stephen Hough, is not afraid to be playful, and the music is better off as a result. Although the final two pieces often seem anticlimactic, Schnyder’s fusion of declamation and delicacy keep your ears glued to the loudspeakers. He plays the two Légends with meticulous textual attention, yet without the magical sense of timing and tonal characteristics that Wilhelm Kempff and Aldo Ciccolini brought to their recordings. Collectors who spring for the limited CD edition of this release receive a bonus CD with a lithe and vibrant Malediction for piano and strings, plus a 60-page booklet containing an extensive and cogent essay by Schnyder on Liszt’s Swiss years augmented by numerous illustrations.»

Artistic Quality: 8
Sound Quality: 9

CD Review Franz Liszt: Piano Works
– Jed Distler / ClassicToday / Mrz 2011 –

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«Schubert's E Flat Trio»

«was conceived on a grand scale, both in its length (when all repeats are observed) and its expressive depth. In spirit and substance it would seem the kind of work Mahler would have loved. The big first movement (Allegro), with its stately opening and sense of grandeur, is ultimately restless and troubled in its energetic flow, though one could hear the music as perky and uplifting, if a little conflicted. The second movement (Andante con motto) features one of Schubert's most haunting melodies: somber in its sadness, it conveys a sense of loneliness, of loss. The alternate theme is consolatory, but does not relieve the gloom. The ensuing panel (Scherzo - Allegro moderato) is a country dance that clearly shifts away from the darkness. The finale (Allegro moderato), at nearly nineteen minutes, is another long-breathed creation, but here the brighter mood from the Scherzo remains, at least until the second movement main theme returns. Though its reappearances provoke tension, even a sense of chaos for a time, they ultimately fail to dispel the high spirits. The performance of the Opus 100 players (Oliver Schnyder, piano; Marina Yakovleva, violin; and Claudius Herrmann, cello) is excellent: they are alert to every change in mood, to seemingly dozens of gradations in dynamics and to every technical demand. Their tempos are judiciously chosen and the music seems to flow with a naturalness of expression, especially in the outer movements. The sensitive rendering of the various guises of the second movement theme was simply mesmerizing. And they make the performance work well, not an easy challenge when you observe the repeats in the work, as they do. The Wiener Trio (with Rudolf Buchbinder on piano), in a performance from 1972, also offered a fine and much leaner (repeat-less) rendition on Telefunken. Pianist Oliver Schnyder's performance of the A Major Sonata was also convincing. I can remember Sviatoslav Richter's EMI recording of the work: he took every first movement repeat, as I remember, and made the music sound so long-winded and repetitive in his attempt at faithfulness to the score. Alicia de Larrocha was more vital in this generally light work. In this case, choosing to pare down the music, as Schnyder does here, is wise. Schnyder's finale is particularly spirited and the first movement has that charm and lightness one would expect in a superior performance. The sound reproduction in both works is vivid. Recommended.»

CD Review Opus 100 - Franz Schubert
– Robert Cummings / Classical Ne / Jan 2011 –

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«Keine Beliebigkeiten»

«In der Tat ein veritabler Beitrag zum Schumannjahr, den der Pianist Oliver Schnyder da liefert: Auf seiner neuesten CD sind sowohl die Abegg- als auch die Geistervariationen, die Arabeske, die “Gesänge der Frühe” sowie die “Davidsbündlertänze” versammelt. Und gerade letztere hat man lange nicht mehr mit so viel Elan gehört. Doch wo es der Satz gebietet, wird Schnyder ebenso rasch zum sanften Lyriker. “Florestan” und “Eusebius”, die beiden von Schumann selbst so genannten und in seine “Davidsbündlertänze” eingeschriebenen gegensätzlichen Temperamente, gelangen bei Schnyder zu besonderer Ausprägung: Florestan als burschikos-heiterer und Eusebius als verträumt-melancholischer Typus werden dabei in scharfen Konturen skizziert. Es sind indes insbesondere die lyrischen Passagen, also quasi Eusebius’ Element in Schumanns Klaviermusik, die unter Schnyders Zugriff vollends aufhorchen lassen, denn dort vermag der Pianist die Klänge buchstäblich in die Stille hinauszutragen – und damit macht er den hochsensiblen , ja fragilen Charakter der Schumannschen Musik erst recht wahrnehmbar.

Mit Oliver Schnyder ist da ein grosser Gestalter am Werk, der über präzise Klangvorstellungen verfügt und diesen plastische Gestalt zu verleihen vermag. Für Beliebigkeiten ist in dieser Interpretation offensichtlich kein Platz.»

CD Review Robert Schumann: Piano Works
– Fritz Trümpi / Musik &Theater / Dez 2010 –

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«Viel Energie»

«Rudens Turku und Oliver Schnyder spielen die Sonate des 21-jährigen Mendelssohn sowie das Doppelkonzert d-moll, das der jugendliche Draufgänger mit 14 schrieb, furios und jugendlich ungestüm, so den Zuhörer geradezu in die Musik zwingend. Dennoch ist dies kein Parforceritt, denn alles bleibt sehr musikalisch. Das warmherzig gespielte Adagio der Sonate erfüllt Turku mit goldenem Violinklang, ehe die beiden Solisten die Sonate in einem hoch virtuosen Endspurt zu Ende bringen. In Abwesenheit von wirklich charakteristischen Melodien polieren die beiden zusammen mit dem Orchester das Doppelkonzert auf Hochglanz. Diese CD hat viel Energie und eine hervorragende Leitfähigkeit.»

CD Review Mendelssohn - Concerto for Violin and Piano
– Rémy Franck / Pizzicato Magazine / 2010 –

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«Ein Künstlerleben – Einheit mit Veränderungen»

«22 Jahre – so viel wie ein ganzes Leben. 1832 widmete Robert Schumann sein Opus eins, die «Abegg-Variationen», seinem Lieblingsinstrument, dem Klavier; ihm auch dachte er 1854 sein letztes vollendetes Werk zu, bevor sein Verstand sich umnachtete: die «Geistervariationen». Somit steht am Anfang und am Ende seines OEuvres ein Thema mit Veränderungen: das eine von Jugend-Energie wie von einem Motor bewegt; das andere, späte, ein Abschied, melancholisch, versonnen – ein plötzlicher zudem: Wenn der Pianist Oliver Schnyder die letzte Veränderung wie beiläufig beendet, meint man, es könne noch ewig so weitergehen. Eine Art klingender Biografie entwirft der Schweizer Künstler auf seiner CD mit schumannscher Klaviermusik. Auch die «Arabeske» (opus 18) steht auf seinem Programm. Ihr stellt er die viel späteren «Gesänge der Frühe» (opus 133) gegenüber. Ausführlich ins Zentrum rückt er die «Davidsbündlertänze» (opus 6) als tönenden Diskurs über Musik: Die einzelnen Stücke legte Schumann seinen Alter Egos, dem «einfachen» Eusebius oder dem «feurigen» Florestan oder beiden zugleich, in die imaginären Münder. Die Überschriften über den Teilen charakterisieren zugleich die Musikalität des 37-jährigen Interpreten: Das «Lebhafte» und «Ungeduldige» liegt Schnyder so überzeugend wie das «Zarte» und «Singende», sein stufenlos differenzierter Ton kommt manchmal «wie aus der Ferne», gebärdet sich dann wieder, greifbar nah, «wild und lustig»; und mehrfach bringt der Interpret seine Argumente «mit Humor» vor. Bewundernswert wechselt er in den Helligkeits- und Härtegraden des Flügels ab – wobei auch in den weicheren, dunkleren Regionen sein Spiel nicht an Transparenz, der Ausdruck nichts von seiner Klarheit verliert. In den «Geistervariationen» breitet Oliver Schnyder eine Abendstimmung aus, aber ohne Wolken: Weil sein Ton selbst dort noch schimmert, findet sich der Hörer auch in Schumanns Dunkel zurecht.»

CD Review Robert Schumann: Piano Works
– Michael Thumser / Frankenpost / Nov 2010 –

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«CD-Tipp»

«Oliver Schnyder spielt Schumann. Am Anfang die Liebe, am Schluss der Wahnsinn. Dazwischen eine genial verrückte Fantasie neben bescheiden schlichten Monologen. Das klingt – ich gebe es zu – ziemlich melodramatisch. Aber ganz daneben ist es auch nicht. Kaum eine Klaviermusik spiegelt das Leben ihres Komponisten so deutlich, wie diejenige Robert Schumanns. Die Abegg-Variationen op. 1 spiegeln Schumanns erste Liebe, die Davidsbündlertänze das Gedankenspiel einer phantastischen Parallelwelt, die Gesänge der Frühe sprechen von der Hoffnung auf ein schlicht-unbeschwertes Leben, und die Geistervariationen sind Schumanns letztes abgeschlossenes Werk, bevor er sich freiwillig in eine Anstalt für Geisteskranke begibt. Dieses Lebensbild in Tönen findet sich auf der neuen CD des Pianisten Oliver Schnyder. Ein schöner Beitrag aus der Schweiz zum Schumann-Jahr.»

CD Review Robert Schumann: Piano Works
– Roland Wächter / DRS 2 / Sept 2010 –

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«Poet»

«Das Klavierwerk Robert Schumanns ist ein guter Prüfstein für die Musikalität eines Pianisten, vor allem eines solchen, dem der Ruf eines Poeten vorauseilt. Mit dieser Einspielung legt Oliver Schnyder ein so reiches und von jeglicher Pauschalität freies Spektrum pianistischer Expressivität vor, dass man aus dem Staunen kaum noch herauskommt. Bemerkenswert ist bereits der sehr runde, kultivierte Ton, den Schnyder anschlägt und mit dem er jede einzelne Komposition individuell zu gestalten vermag. Den Abegg-Variationen verleiht er den genau richtigen schwärmerischen Jubelton, ohne ins rein Virtuose abzudriften. Selten hört man die vielen Maskenspiele der “Davidsbündlertänze” so fein nuanciert. Jeden poetischen Titel des Zyklus setzt Schnyder musikalisch genau um. Dabei fällt auf, dass er bei der sensiblen melodischen Ausformung , etwa beim zweiten “Innig” bezeichneten Stück, , stets auch die kontrapunktische Dimension beachtet und damit eine enorme musikalische Dichte erzielt. Dieses Bewusstsein für die Komplexität der Musik ist auch besonders stark bei den letzten Kompositionen zu spüren. Die kargen “Gesänge der Frühe” und die “Geistervariationen”, Schumanns letztes vollendetes Werk, spielt Schnyder mit klanglicher Wärme und einer fast heiligen Ernsthaftigkeit. Diese CD, die mit ihrer gelungenen Auswahl den Bogen vom unbeschwerten Jugendopus bis zum melancholisch-vergrübelten Spätwerk spannt, gehört ohne Zweifel zu den schönsten Beiträgen des Schumann-Jahres 2010.»

CD Review Robert Schumann: Piano Works
– Frank Siebert / Fono Forum / Sept 2010 –

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«Prise de son très fidèle, bonne présence et excellent équilibre graves-aigus»

«Le pianiste zurichois Oliver Schnyder qui n’encombre guère nos estrades de concerts – on ne sait pas pourquoi vu la qualité de son jeu – rend un très bel hommage à Schumann avec ce disque au programme en forme de voyage de l’Opus 1 à l’Opus 133. Schnyder a parfaitement compris tout ce qu’il y a de commun au fil des ans dans les préoccupations de Schumann et tout ce qui évolue en s’assombrissant. Des Variations ABEGG aux Chants de l’Aube, c’est la même musique, la même pensée mais dans des états d’âme différents, de plus en plus tourmentés en profondeur. D’une certaine insouciance on passe à l’introspection douloureuse et au bilan déprimant des divers combats menés. Un même univers qui s’est perverti, compliqué de déceptions et de luttes, mais qui s’exprime dans des couleurs assez semblables, des rythmes vite reconnaissables. Oliver Schnyder rend parfaitement sensible cette évolution, tout en respectant l’autonomie de chaque partition. Il y a un grand sens du style mais un véritable apport sensible personnel, encore plus évident dans les pages les plus connues comme les Variations ABEGG ou l’Arabesque. La diversité des pièces constituant les Davidsbündlertänze est aussi traduite avec finesse, un toucher bien diversifié entre rêverie et colère, un son toujours de très belle qualité, des tempos bien jaugés sans aucune recherche d’effets spectaculaires, comme il convient à l’univers du compositeur qui reste dans son ensemble très intérieur par rapport à celui de ses contemporains. Ce disque est donc très bon mais quels autres choix éventuels? Par exemple Clara Haskil pour les Variations Abegg, Yves Nat pour l’Arabesque, Kempff pour les Davidsbündlertänze, Eric Le Sage pour les Gesänge der Frühe et pourquoi pas Andras Schiff pour les Geistervariationen? »

CD Review Robert Schumann: Piano Works
«Alpha und Omega»

«Seine Auswahl zeugt von dramaturgischem Geschick: Der 37-jährige Schweizer Pianist Oliver Schnyder fand für seine Hommage zum 200. Geburtstag von Robert Schumann einen stimmigen Rahmen. Er beginnt mit dem Opus 1, den Abegg-Variationen, und endet mit dem letzten vollendeten Klavierwerk des Jubilars, den Geistervariationen, WoO 24. Zwischen sie reiht er, um Schumanns Entwicklung zwischen den Jahren 1832 und 1854 zu verdeutlichen, die Davidsbündlertänze, op.6, die nicht minder populäre Arabeske, op.18 und die seltener zu hörenden Gesänge der Frühe, op.133.

Eindrucksvoll nachvollziehbar wird Schumanns Weg, weil Oliver Schnyder seine pianistischen Mittel nicht wechselt: Den jugendlichen Überschwang stellt er ebenso mit einem wohlgerundeten Ton dar wie den schon den Suizid ankündigenden, fast lakonischen Schwanengesang. Das lenkt das Ohrenmerk weg vom Pianisten und hin zum Komponisten, zeugt von erfreulichem Verzicht auf sich in den Vordergrund drängende interpretatorische Eitelkeit.

Schnyders Spiel zeichnet sich durch ein hohes Maß an Frische aus, beeindruckt durch seine poetische Sensibilität und seine ausgeprägte Kunst, das Klavier singen zu lassen. Der Schweizer Pianist legt größten Wert auf maximale Transparenz und erreicht gerade durch sein Zurücktreten hinter den Notentext einen vor allem beim Spätwerk berührenden und verstörenden Tiefgang.»

CD Review Robert Schumann: Piano Works
– naredirainer / Kleine Zeitung / Sept 2010 –

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«Bewundernswert transparent (...)»

«Schon seine Mozart-Aufnahmen ließen aufhorchen. Nun spielt Oliver Schnyder zum Jubiläum Schumann: Abegg- und Geistervariationen, Davidsbündlertänze und weitere Werke des Romantikers, hinter deren perlenden Läufen Melancholie und Ironie lauern. Bewundernswert transparent im Anschlag, lässt er die Amplitude der Stimmungen immer wieder so extrem ausschwingen, wie es der risikofreudige Komponist wollte.»

CD Review Robert Schumann: Piano Works
– Johannes Saltzwedel / KulturSpiegel / Aug 2010 –

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«Die Zeit atmet durch»

«Wer auf Schumann steht, dem ist Mendelssohn manchmal zu distanziert, zu unterkühlt. Dieses fein kultivierte Image - und manchmal stimmt's ja auch - ist ganz schnell vom Tisch, wenn der Geiger Rudens Turku mit dem Pianisten Oliver Schnyder die F-Dur-Sonate spielt. Mon dieu, da glühen die stählernen Saiten, da dringen schon die ersten suchenden Töne tief unter die Haut. Und im Adagio bleibt die wild gewordene Zeit endlich stehen und atmet durch in langen, verträumten Violinklängen. Fast vergisst man da das Filetstück der Scheibe: das Konzert für Geige, Klavier und Streichorchester. Eine noble, leidenschaftliche Mischung (Avie Record)!»

CD Review Mendelssohn - Concerto for Violin and Piano
– cig / Münchner Abendzeitung / Aug 2010 –

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«vor Spritzigkeit (..) berstenden»

«Umso überraschter ist man über die bemerkenswert verständige Interaktion beider Musiker nicht nur bei dem weit dimensionierten, vor Spritzigkeit aber geradezu berstenden Doppelkonzert d-Moll, sondern vor allem auch bei der vergleichsweise spät entstandenen und noch später von Yehudi Menuhin aus dem Nachlass herausgegebenen Sonate F-Dur. Turkus Geigenton ist dabei im Allegro kraftvoll, ohne süffig zu sein, im Adagio aber auch lyrisch, ohne sentimental zu wirken. Ihm haftet vor allem etwas lustvoll Musikantisches an, das man so nicht alle Tage hört. Schnyder ist als Partner eine gleichwertige Wahl, die Cappella Istropolitana niveauvoller Begleiter.»

CD Review Mendelssohn - Concerto for Violin and Piano
«Frische und Jugendlichkeit»

«Das Schumann-Gedenkjahr 2010 hat den Anlass gegeben für zahlreiche Neueinspielungen seiner Werke. Zu den Pianisten der jüngeren Generation, die sich mit Schumanns Werken vorstellen, gehört auch der 1973 geborene Schweizer Oliver Schnyder. In seiner Heimat gehört er, der u.a. bei Homero Francesch in Zürich und bei Leon Fleisher in Baltimore studiert hat, zu den Besten seines Fachs. Schnyder hat eine attraktive Zusammenstellung von Werken aus unterschiedlichen Schaffensphasen Schumanns gewählt und bietet sie in einer glaubwürdigen und überzeugenden Interpretation an. Ausgehend von einer vital klingenden Basis, vermag er sehr flexibel zwischen den verschiedenen Stimmungslagen der Musik umzuschalten. Sein untadeliges Handwerk setzt er facettenreich ein, wobei sein Spiel stets diesseitig wirkt, kraftvoll, aber überlegt. Dabei kann es durchaus nachdenklich und sanft sein, zärtlich oder humorvoll. Trotz aller unterschiedlicher Empfindungen – Schnyder schafft es, dass sich beim Hören eines so kleinteilig gegliederten Werks wie etwa der Davidsbündler Tänze am Ende ein geschlossenes Bild einstellt. Beeindruckend ist in den langsamen, gesanglichen Teilen, wie er die von Leon Fleisher übernommene Methode realisiert, den festen Rhythmus so in Bruchteilen von Sekunden zu umspielen, dass eine Spannung entsteht. Dabei hütet sich Schnyder aber vor allzu romantisierenden Tempoverzögerungen und Floskeln. Mit seinem Spiel vermittelt Oliver Schnyder Frische und Jugendlichkeit, und die gute Aufnahmetechnik trägt das ihre zum positiven Gesamteindruck bei. Eine CD, die man gern von Anfang bis Ende durchhört. »

CD Review Robert Schumann: Piano Works
– Cornelia Schönberg / kulturradio rbb / Jul 2010 –

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«Sanfter Poet und stürmischer Tastenlöwe»

«In den Printmedien feiert man Oliver Schnyder als «Schweizer Klavierpoeten» oder «Tastenlöwen aus der Schweiz». Bei seinen Konzerten in Norddeutschland allerdings hat man ihn bisher vor allem als aufmerksamen Kammermusikpartner erlebt, beispielsweise an der Seite von Julia Fischer oder Veronika Eberle, weniger allerdings als Solisten. Doch er ist tatsächlich beides: sanfter Poet und stürmischer Tastenlöwe. Auf seiner neuen Solo-CD spielt er frühe und späte Klavierwerke von Schumann.»

CD Review Robert Schumann: Piano Works
– Chantal Nastasi / Norddeutscher Rundfunk / Jul 2010 –

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«5 diapason»

«Si plusieurs enregistrements sont récemment venus rappeler l'intérèt de la Sonate pour violon en fa majeur (1838), le Concerto pour violon et piano (1823) n'a pas connu la même vogue malgré l'interprétation renversante de Gidon Kremer et Martha Argerich, en 1988 (DG). Dans cette page de jeunesse, d'une virtuosité anxieuse et volubile, les nouveaux venus optent pour une approche moins extravertie. Le violon de Rudens Turku est assuré, brillant, tout en conservant une sonorité assez amène. Le contraste qu'il offre avec le piano plus rond et fluide d'Oliver Schnyder participe à la séduction de leur lecture, d'autant que leur dialogue est savamment équilibré. Rien à redire à l'accompagnement de la Capella Istropolitana, précise et enthousiaste. De la sonate, il existe déjà plusieurs versions intéressantes, notamment celle d'Anne-Sophie Mutter et André Previn, très lyrique (DG), ou celle, plus dépouillée et plus nerveuse, de Dmitri Makhtin avec Boris Berezovsky (Warner). Turku et Schnyder rivalisent avec leurs aîenés, et livrent pour ainsi dire une synthèse de leurs qualités respectives, en se montrant à la fois tendres et volontaires. »

CD Review Mendelssohn - Concerto for Violin and Piano
– Jérôme Bastianelli / diapason / Jun 2010 –

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«Eine kleine Umnachtungsmusik»

«Als bedauernswert gilt, wer dem Wahnsinn anheimfällt. Als Heroe dagegen manches Künstler-Genie mit dem gleichen Schicksal. Ein Nimbus umgibt diese Umnachteten: In Gefilde scheinen sie gedrungen, die Normalsterbliche nie erschauen. Auch im Fall Schumanns besitzt dieser Irrsinn Charisma. Und das mögen auch jene Musikfreunde nachvollziehen, die von einer romantischen Psychologie nichts halten. Sie haben schon etwas Geisterhaftes, diese “Geistervariationen”, die der Deutsche als letztes Werk vollendete. Von “Engeln” will er die choralartige Melodie empfangen haben, die sich viel Raum für ihre Schlichtheit nimmt. Über schwummrigen Dissonanzen singt sie zuletzt einer Verklärung entgegen. Berührend anzuhören ist das beim Schweizer Pianisten Oliver Schnyder. Im durchsichtigen Klangbild erzeugt er einen rhythmischen Fluss, über dem die Melodie schier abhebt. Nuanciert gestaltet Schnyder aber auch Tummelplätze der Virtuosität: Gestaltungskraft, ein warmer Klang und sorgsam dosierte Emotionalität machen seine Interpretationen früher Schumann-Werke zu einem Hörvergnügen.»

CD Review Robert Schumann: Piano Works
– Wiener Zeitung / Jun 2010 –

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«Stammelnder Triumph»

«Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder ist in Fahrt. Bei den Migros Classics zog er im Mai durch die Konzertsäle der Schweiz, im Sommer spielt er am Lucerne Festival und auf CD liegen neben einer Schumann-Solo-CD zwei spannende Aufnahmen vor, die er mit dem Geiger Rudens Turku eingespielt hat. Die erste versammelt Kammermusik-Bijous, die zweite eine Sonate und ein Konzert für Geige und Klavier von Felix Mendelssohn. Turku ist ein albanischer Geiger, der aus der Schule der legendären Pädagogin Ana Chumanchenco entstammt. Ein Künstler, der mit einem unheimlich lebendigen, geheimnisvollen Geigenton überrascht, der Extreme in klanglicher wie in interpretatorischer Hinsicht nicht scheut. Ein Geiger auch, der für Schnyder eine Herausforderung gewesen sein muss: Schnyder nimmt sie hörbar an, geht auch an Grenzen (2. Satz der Grieg-Sonate): seufzt, stammelt - und triumphiert alsbald.»

CD Review Homelands
– Christian Berzins / Aargauer Zeitung / Jun 2010 –

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«(…) wichtiger als oft angenommen»

«Gleich zwei interessante Schumann-Einspielungen bringt Sony rechtzeitig zum Geburtstag auf den Markt. Und beide halten echte und erneute Entdeckungen bereit. Vor allem, was das Spätwerk von Robert Schumann angeht, wird das Bild des Romantikers um wichtige Aspekte ergänzt. Oliver Schnyder, der Schweizer Pianist, der seine Karriere vor allem in den USA vorantreibt, hat sich Schumann am Anfang und am Ende seines nicht wirklich langen Komponistenlebens vorgenommen. Und kontrastiert da beispielsweise die Abegg-Variationen von 1832 mit den Geistervariationen von 1854. Oft hat man Schumann ja ein Nachlassen der schöpferischen Kräfte am Ende seines Lebens wegen seines zunehmenden Nervenleidens attestiert. Die CD von Oliver Schnyder sagt etwas anderes: Die Stimmung ist in der Tat eine gänzlich andere, pianistisch spritzig in den Abegg- und schon erdenferner Engelsmusik gleich die Geistervariationen. Der späte Schumann ist schlichter, aber keinesfalls müde. Auch in den wunderbaren späten Gesängen der Frühe, die auf der CD die Davidsbündlertänze des jungen Schumann ablösen, ist er nicht schöpferisch nachlassend, sondern einfach in einer anderen, rätselhaften Sphäre. Wertvolles Spätwerk Unter Oliver Schnyders Händen fallen die späten Stücke keinesfalls ab, sie haben schlicht einen transzendentalen Gestus. Und da unterscheidet sich Schumann nicht von Romantikern wie Liszt, die auch ohne psychische Krankheit zu rätselhafter Kargheit und neuer Suche übergegangen sind. Schnyders früher und später Schumann sind lohnender Hörgenuss, zumal dieser Pianist den jugendlichen Schumann frisch, aber nicht vordergründig brillant, den späten nicht grüblerisch, sondern luzide und elegant spielt (…)»

CD Review Robert Schumann: Piano Works
– St. Galler Tagblatt / Juni 2010 –

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«(...) ideal mating of performer and material»

Opera News von der Metropolitan Opera Guild in New York hat die Rezital-CD mit Daniel Behle und Oliver Schnyder zu den 15 besten Neuerscheinungen des Jahres 2009 gewählt.

CD Review Lieder

 

  download Artikel (EN)
– Fred Cohn / Metropolitan Opera Guild / Jan 2010 –

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«Aussergewöhnliche Spitzenleistung. Ein Must!»

«Der Albanier Rudens Turku und der Schweizer Oliver Schnyder stellen auf dieser CD Werke zusammen, in denen die Komponisten Beziehungen zur Musik ihrer jeweiligen Heimatländer herstellen. Ob das als Programm Sinn macht, sei einmal als Frage ohne Antwort dahingestellt. Fakt ist, dass die CD musikalisch brisant ist, und zwar erstaunlicherweise vor allem wegen der 3. Grieg-Sonate, in der Turku und Schnyder eigentlich nur im tänzerischen letzten Satz Platz für Heimatgefühle lassen. Der erste Satz bekommt durch das aufgewühlt leidenschaftliche Spiel der beiden Interpreten einen regelrechten Emergency-Charakter, in dem die beiden traumatische Erlebnisse schildern, wie man sie wohl in diesem Stück so leidenschaftlich noch nie gehört hat. Was vor allem Turku in einer phänomenale Bandbreite zwischen vollen und hohlen Klängen, zwischen dunklen und grellen Farben zum Ausdruck bringt, ist atemberaubend. Im Dialog mit dem Pianisten entstehen immer wieder neue Spannungen, auch im zweiten Satz, wenn unter süßen Geigenklängen das Klavier düster zu brodeln beginnt und die Geige zu neuer Leidenschaft bringt. Der letzte Satz, den man so oft leicht und verspielt gehört hat, bleibt sogar im Tanz von dunklen Gefühlen belastet. Die süße Rachmaninov-Vocalise, von Turku und Schnyder hinreißend gespielt, bringt Entspannung, und Dvoráks lichtdurchflutete Sonatine ist im Vergleich zu Grieg ein problemfreier musikalischer Spaziergang. In Piazzollas rauchverhangener Milonga en Re und Sarasates Romanze bleiben Turku und Schneider der Musik in permanent wachem Dialog nichts schuldig! Eine wichtige CD, wie gesagt vor allem wegen der infektiösen 3. Grieg-Sonate.»

CD Review Homelands
«Rediscovered»

«Often and understandably overshadowed by the immense success and popularity of the Violin Concerto in E minor, Mendelssohn's other works for violin are nonetheless quality additions to the repertoire that should not be as infrequently performed. In particular, the notoriety of the Sonata in F major (1838) and the Concerto for Violin, Piano, and Strings in D minor was not helped by the fact that both works lay dormant for well over a century before finally being «rediscovered». This Avie album celebrates these two underappreciated compositions with violinist Rudens Turku, pianist Oliver Schnyder, and the Cappella Istropolitana. Taking center stage on both works, Turku's playing is ideally suited for Mendelssohn; he plays with a wonderfully clear, penetrating, uncomplicated sound quality; a nimble, precise technique; and a sense of youthful vitality and drive. His collaboration with Schnyder is a musically organic one, with one artist playing nicely off the other without balance issues or disagreements on tempo or articulation. The Cappella Istropolitana likewise plays with light, focused precision while staying out of the way of the two soloists. Their combined sound is elegant and fluid. Listeners seeking to expand their repertoire of Mendelssohn compositions or violin works in general are not likely to be disappointed by this fine contribution»

CD Review Mendelssohn - Concerto for Violin and Piano
– Mike D. Brownell / Allmusic / 2010 –

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«Diapason découverte»

«Mieux qu'un débutant: un fils des Muses, Lauréat du Concours Reine Sonia d'Oslo en 2005, ténor mozartien en troupe à Francfort, Daniel Behle vient de chanter Tamino à Aix sous la direction de René Jacobs, qui l'avait déjà choisi pour Evangéliste dans la Brockes-Passion de Telemann (HM). Ce disque de lieder au programme singulier respire la distinction, la nuance, la fluidité du style, et révèle une sensibilité d'artiste. Juvénile, de texture légère, maitresse de la ligne comme de l'accent, la voix évoque parfois Kurt Equiluz, avec plus de naturel mais non moins de pertinence expressive. Behle fait manifestement partie de ces chanteurs éloquents et délicats dont on pourrait dire que la parol est ailée, d'une économie poétique parfaite dans le lied. Son partenaire au piano, très présent, attentif au timbre comme à la rigeur de la pulsation, entretient avec lui un dialogue sans trêve. Après une poignée de Schubert et Beethoven, superbement portés, l'interprétation des Grieg touche au plus juste, familière, immédiate, secrète pourtant.Chef-d'oevre si rarement donné, les Holderlin-Fragmente de Britten constituent le sommet du disque, par la sûreté du dessin et du ton, par une gravité sans emphase, cultivant le mystère fragile aux confins du silence: Socrates und Alcibiades ou Die Linien des Lebens, captivent, mais plus encore Hälfte des Lebens, étrangement voisin du Tour d'écrou.Découverte enfin avec les lieder de Manfred Trojahn (né en 1949), tout récemment créés et dont Daniel Behle est le dédicataire. Plus enclin aux lieder avec orchestre (Schatten von Kähnen par exemple), Trojahn exhale, dans des poèmes de Goethe déjà touchés par Schubert, une musique pénétrante et subtile, dont les interprètes servent la science des suspensions. An die Entfernte fascine par sa feinte immobilité, tandis que Am Flusse se raréfie jusqu'à l'effacement. Un disque extraordinaire, dont l'écoute répétée n'altère pas le charme.»

CD Review Lieder
– Jean Philippe Grosperrin / diapason / Mrz 2009 –

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«Ein großes Versprechen»

«Ein junger deutscher Tenor stellt sich mit seinem ersten Soloalbum vor und widmet sich ausschließlich einem anspruchsvollen Liedrepertoire.(…)
Die 2008 beim Label Phoenix eingespielte CD trägt den schlichten wie zutreffenden Titel «Lieder» und bezieht unter dem allgegenwärtigen Thema «Liebe» stilistisch so unterschiedliche Komponisten wie Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Edvard Grieg, Benjamin Britten und Manfred Trojahn mit ein. (…)
Dabei sind Daniel Behles Interpretationen eine Klasse für sich. Die drei herrlich unprätentiös vorgetragenen Schubert-Lieder «Der Musensohn», «Ständchen» und «Ungeduld» entfalten ihren Zauber befreit von jeglicher hinzu-gefühlten Melancholie und strahlen im jungenhaft strahlenden Glanz von Behles Stimme. Der verschmitzte Humor in Beethovens «Der Kuss» kommt ebenso zum Zuge wie das eindringliche «Adelaide». Die «Hölderlin-Fragmente» von Benjamin Britten aus dem Jahr 1958 hat Daniel Behle seit 2007 in seinem Repertoire. (…)
Die stärksten Momente hat Daniel Behle in «Sokrates und Alcibiades», wenn im Zusammenspiel mit seinem einfühlsamen Pianisten Oliver Schnyder Stimme und Klavier in musikalischer Einheit verschmelzen.(…)
Da klingt tiefstes Verständnis für Musik und Text und wieder einmal kommt die einfühlsame Begleitung durch Oliver Schnyder zum Tragen.(…)
Die erste Lieder-CD von Daniel Behle ist ein großes Versprechen an ein Publikum, das auf weitere so inspirierte wie grundsolide künstlerische Leistungen gespannt sein darf.»

CD Review Lieder
– Benjamin Künzel / klassik.com / Nov 2009 –

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«Hochrangigen Debüt-CD»

«Ein junger, aufstrebender Tenor, dessen Name wohl auch in Zukunft aufmerken lassen dürfte: Daniel Behle. Der geborene Hamburger ist Ensemblemitglied an der Frankfurter Oper und wird demnächst den Tamino unter René Jacobs für CD aufnehmen. Eine Rolle, die zu seiner hellen, eher lyrischen, aber auch zur heldischen Attacke fähigen Stimme genau passen dürfte - so zumindest der Eindruck, den er auf seiner Debütaufnahme hinterlässt. Drei Schubert-Lieder eröffnen das interessant zusammengestellte Programm (...) Behles Stimme bringt alles mit, was ihn als Liedersänger prädestiniert: eine klare Tongebung, ein angenehmes Timbre, gestalterische Klugheit, ein wunderbares Piano, tragfähiges Forte. Behle als Poet - das kann man vor allem in den sechs Liedern op. 48 von Edvard Grieg erleben; bereits im Eingangs-«Gruss» setzt er seine vokalen Ausdrucksmittel überzeugend ein. Die ruhigen Schlafmomente in «Dereinst» vermittelt er mit einer spannungsvollen Entrücktheit , der Intervallsprung bei «schöner Traum» im Schlusslied gelingt geschmeidig , sinnlich. Auch in Brittens «Hölderlin-Fragmenten» und den vier ausgewählten Liedern von Manfred Trojahn beweist Behle seine Qualitäten. Man darf sich wünschen, dass man ihm Gelegenheit gibt, einmal Zyklen wie «Müllerin» oder «Dichterliebe» aufzunehmen. Dann sollte er wieder auf Oliver Schnyder zurückgreifen, einen wachen, anschlagsfeinen Pianisten, der alle Ausdruckswechsel mühelos in Einheit mit dem Sänger meistert. Auch klanglich wird diese Produktion dem Anspruch einer hochrangigen Debüt-CD vollauf gerecht.»

CD Review Lieder
– Fono Forum / Sept 2009 –

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«Geschichtenerzähler Turku»

«Der 1978 in Tirana geborene Geiger Rudens Turku hat sich seit geraumer Zeit einen Namen gemacht als exzellenter Kammermusiker und Recital-Virtuose. Nun stellt er zusammen mit dem Pianisten Oliver Schnyder ein bunt gemischtes Recitalprogramm vor, das ihn in unterschiedlichsten Facetten zeigt: in der verhaltenen Zartheit von Rachmaninows «Vocalise» und Piazzollas «Milonga in D»; im natürlichen Rubato der geigerischen Musikanterie von Sarasates «Romanza andaluza» - hier weckt Turkus heiteres Spiel gar Assoziationen zu Fritz Kreisler; in der Unmittelbarkeit des gezügelten Affekts von Dvoráks wunderschöner Sonatine op. 100; und in der Verve und dem epischen Drama von Edvard Griegs machtvoller dritter Sonate op. 45. Turku ist ein sehr leidenschaftlicher und kultivierter Violinist mit farbenreichem, blutvollem Ausdruck, der vor allem in den kleinen Piècen auf seinem Instrument fesselnd eine Geschichte zu erzählen versteht.»

CD Rezension 1. Platz

CD Review Homelands
– Christoph Schlüren / Crescendo/ Sept 2009 –

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«Impressive treatment of Mozart's piano writing (...)»

«(...) excellent technique and impressive treatment of Mozart's piano writing...The selection of Mozart's minor- key works - key major works, indeed - to be put on a single disc was a brilliant stroke. Schnyder competes well with the best: Schnabel in the Rondo: Schiff and Barenboim in Sonatas Nos. 8 and 14, and the Fantasia K 475; and Brendel and Schiff in the beautiful K 540 B-Minor Adagio. Schnyder provides an impressive addition to Mozart's solo piano music.»

CD Review Mozart Contrasts
– Burton Rothleder / Fanfare Magazine / Jul 2009 –

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«Klavierspiel in satten Farben»

«(…) da hört man nachdenkliches, auf vordergründigen Glanz verzichtendes Klavierspiel in satten Farben, das eine alte Weisheit bestätigt: Dur kann bei Mozart so traurig sein wie schwärzestes Moll.»

CD Review Mozart Contrasts
«Gesamtkunstwerk»

«Mit Schuberts «Musensohn», sonst eher einem Schlussstück, eröffnet der Tenor seine Debüt-CD - und überzeugt auf Anhieb. Lyrisch empfindsam, rein und wunderbar wendig strahlt diese junge Stimme; an Beethoven, Grieg, Brittens «Hölderlin-Fragmenten» sowie vier Liedern von Manfred Trojahn zeigt Behle sein Stilkönnen. Oliver Schnyders vorbildliche Begleitung macht das Album zu einem Gesamtkunstwerk.»

CD Review Lieder
– Kulturspiegel / Jun 2009 –

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«Klarheit ohne Sfumato (...)»

«Mozart-Kontraste’ überschreibt der Schweizer Pianist Oliver Schnyder seine Doppel-CD. Vordergründig ist damit auf die Tonarten angespielt: drei Klavierkonzerten in Dur stehen auf der zweiten CD sechs Klaviersolowerke in Moll gegenüber. Aber natürlich will sich Schnyder nicht mit solch simpler Konfrontation zufrieden geben. Er zielt gewissermassen auf die beiden Seelen in Mozarts Musikerbrust. Die eine, in den Konzerten, ist nach aussen gerichtet, hin zur Verständlichkeit, «angenehm in die Ohren» (Mozart) und damit zur Gunst eines grösseren Publikums. Die andere, in den Solostücken, lässt ins Innere des Komponisten blicken, in seine subjektive Empfindungswelt; fast noch deutlicher als in den Sonaten KV 310 und 457 tritt dies bei den bekenntnishaften Fantasien KV 397 und 475 hervor.

Allerdings geht Schnyder nicht so weit, sich gleich zwei verschiedene Interpretationsmasken überzustülpen. Er behält seine luzide und bei aller eleganten Geläufigkeit leicht verhangene Interpretationsart auf beiden Seiten bei. Das heisst: auch in den Konzerten wirkt die Dramatik eher unterspielt, bei aller akzeptierter Brillanz ohne auftrumpfende Gestik; anderseits wird in den solistischen Moll-Kreationen die melancholische Attitüde keineswegs forciert – erstrebt wird Klarheit ohne Sfumato, immerhin mit sanft romantischer (Vor-)Ahnung. Der Pianist streicht hier das Nachdenkliche diskret heraus. Dennoch hätte man sich, insgesamt, doch ein bisschen mehr an gestalterischen Kontrasten gewünscht; Schnyder dagegen schwebte so etwas wie höhere Einheit vor.

Folglich, und das ist nichts als logisch, zeigt er sich – in den Konzerten – echter Dialogbereitschaft fähig. Das ist konzertante Kammermusik und im übrigen kein Zufall. Denn die Camerata Bern, die neuerdings vom langjährigen Harnoncourt-Weggenossen Erich Höbarth am ersten Geigenpult geführt wird, tritt bloss mit 14 Musikern an: Garantie für ein konsequent flexibles Miteinander. Schnyder/Höbarth wählten die vereinfachte Besetzung einzig für Streicher unter Verzicht auf Bläser – eine Alternative, die Mozart zugestanden hat: «(…) können auch a quattro produziert werden». Während dies bei den Konzerten KV 414 und 415 gelegentlich anzutreffen ist, überrascht es beim späteren «Krönungskonzert» KV 537 entschieden. Das ist eine durchaus repräsentative Musik sogar mit Pauken und Trompeten; Mozart, zu jener Zeit 1787 mit absteigendem Pianistenruhm, liess diese intime ad libitum-Version offenbar vor allem aus Gründen einer grösseren Verbreitung zu. Für uns Nachgeborene mag es eine interessante, freilich auch irritierende Erfahrung sein – ein Einblick in die kommerzielle Praxis von gestern eben.»

CD Review Mozart Contrasts
– Mario Gerteis / Klassik heute / Mai 2009 –

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«Dur und Moll»

«Warum stehen eigentlich fast alle Kompositionen von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart in Dur? Eine sehr knappe Antwort auf diese Frage könnte lauten: Aufgrund der Verknüpfung der Tongeschlechter mit den Affekten im 18. Jahrhundert. Das Ziel der Musik hatte neben dem «Movere» (rühren und bewegen) und «Docere» (belehren) im «Delectare» (erfreuen und gefallen) zu bestehen. Erreicht wurde dieses ästhetische, gesellschaftlich erwünschte Ideal einer angenehmen und «natürlichen» Musik durch die Wahrnehmung und Wirkung positiver Affekte wie Heiterkeit, Freude und Sanftmut, von denen man meinte, sie würden in Dur erreicht, nicht in Moll.

Was das mit dem Mozart-Album des schweizerischen Pianisten Oliver Schnyder und der Camerata Bern zu tun hat? Ganz einfach. Auf der bei RCA erschienenen Einspielung werden auf zwei CDs drei Dur-Klavierkonzerte, nämlich KV 414, 415 und 537, bei letzterem handelt es sich um das sogenannte «Krönungskonzert», dem Klavierwerk in Moll gegenübergestellt. Eine Idee, die so sehr einleuchtet, dass man sich fragt, warum nicht schon früher jemand darauf gekommen ist. Denn über die Jahrhunderte finden sich immer wieder Aussagen, nach denen Mozarts Moll-Werke in krassem Gegensatz zum großen Restoeuvre des Salzburgers stehen würden. Man denke nur an das Requiem, das d-Moll Klavierkonzert oder die «große» g-Moll Sinfonie KV 550. Hier finde man einen sehr viel subjektiveren, persönlicheren, bekenntnishafteren, tragischeren, traurigeren Mozart als den in Dur. Ein Vorurteil zwar, das der sachkundige Booklet-Text nicht gänzlich aufhebt, denn ein bisschen Wahrheit steckt sicher in diesen oftmals übertriebenen Einschätzungen, aber kritisch relativiert. Schließlich stehen in den Fantasien KV 397 und KV 475, den Klaviersonaten KV 310 und KV 457, sowie dem Rondo KV 511 und dem Adagio KV 540 viele Abschnitte in Dur, in den Klaviersonaten sind es ganze Sätze.

Interessant und vor allem hörenswert sind Schnyders Einspielungen, sowohl mit der Camerata Bern als auch mit ihm alleine, jedoch allemal. Dies nicht zuletzt, weil sich alle Musizierenden als mozartaffin erweisen. Schnyders runder, dem Ohr dezent schmeichelnder Ton auf dem Steinway harmoniert prächtig mit dem feinnervigen Streicherklang des 1963 gegründeten Kammerorchesters, das ohne Dirigent unter der Führung seines Konzertmeisters Erich Höbarth spielt. Auf Holz-, Blechbläser und Pauken muss man bei den Konzerten zwar verzichten, es wurde auf die von Mozart autorisierten Fassungen für Streicher zurückgegriffen, der historisierend schlanke Zugriff und der kluge Einsatz verschiedener Stricharten, der die Mozarts Allegro-Sätzen immanente motorische Spannung befeuert, macht dieses Defizit allerdings leicht vergessen.

Was bei Schnyders Interpretationen der Klavierkonzerte und der Klavierwerke in Moll so sehr überzeugt und ihn ihm einen Mozartspieler erkennen lässt, sind einerseits seine minutiösen, in adäquater Kleinteiligkeit gehaltenen Phrasierungen in Verbindung mit einer lebendigen, atmenden Gestaltung des rhythmischen Pulses. Darum hört man auch die vielen brillanten Läufe und Figuren bei ihm so gern. Andererseits verliert der 1973 geborene Schüler Leon Fleishers in den langsamen Sätzen nie den Sinn fürs Gesangliche, was seinem sanften Anschlag zugute kommt. Ob es sich dann gerade um eine Komposition in Moll oder Dur handelt, die erklingt, spielt da keine so große Rolle mehr.»

CD Review Mozart Contrasts
– Aron Sayed / Kulturradio rbb / Jan 2009 –

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«(...) frische Interpretationen»

«Ein Experiment: Drei Konzerte in Dur-Tonarten und alle Klavierwerke in Moll ergeben ein Wechselbad der Emotionen. Wichtiger als dieses Konzept ist, dass der Pianist Oliver Schnyder einen bewundernswerten Anschlag hat und auch mit der Camerata Bern frische Interpretationen liefert»

CD Review Mozart Contrasts
– Johannes Saltzwedel / KulturSpiegel / Nov 2008 –

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«CD des Tages»

«Oliver Schnyder erinnert ein bisschen an Alfred Brendel und hat sich bei der Zusammenstellung der Doppel-CD einiges gedacht.»

CD Review Mozart Contrasts
– Erich Höbarth / Radio Stephansdom / Nov 2008 –

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«(...) intelligente Gestaltung»

«Kontraste sind Programm auf der Doppel-CD des Schweizer Pianisten Oliver Schnyder: Mozart in Klavierkonzerten in Dur (begleitet von Camerata Bern) und in Solostücken in Moll. Perlendes Spiel ohne Showeffekte, intelligente Gestaltung, Sinn für Details und grosse Bögen sind Schnyders Qualität.»

CD Review Mozart Contrasts
– Uli von Erlach / Schweizer Illustrierte / Nov 2008 –

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«CD-Tipp des Monats»

«Wichtig ist es, dass man alle künstlerischen Entscheide in den Tagen vor der Aufnahme unumstösslich gefällt hat. Was in meinem inneren Ohr klingt, deckt sich meistens mit dem, was ich umsetze.” Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder ist überzeugt von seiner Kunst – zu Recht: Auf zwei Mozart-CDs vereint er Solowerke, über der einen steht dunkles Moll, auf der anderen gibt es mozartheitere, also immer auch etwas seufzende Klavierkonzerte mit Streicherbegleitung.»

CD Review Mozart Contrasts
– Radiomagazin / Okt 2008 –

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«Ein gelungenes Experiment!»

«Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder ist einer der gefragtesten Musiker unseres Landes. «Mozart Contrasts» heisst sein neues Doppel-Album. Dabei stellt er drei überschäumenden Klavierkonzerten (KV 414, 415 und 537) die Moll-Kompositionen für Solo-Klavier entgegen. Ein gelungenes Experiment!»

CD Review Mozart Contrasts
– Zürichsee-Zeitung / Okt 2008 –

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«(...) grossartig»

«Wer bei Mozarts Klavierwerken schnöde die Statistik bemüht, wird feststellen, dass die meisten Werke in Dur und nur vereinzelt Sonaten oder Fantasien in Moll geschrieben worden sind. Von der Musikwissenschaft ist das für die Haydn-Mozart-Zeit insgesamt festgestellt worden und die vermutlichen Ursachen dafür liegen wohl darin, dass man damals Gefühle wie Trauer, Furcht, Zorn oder Nachdenklichkeiten – sozusagen «Moll-Affekte» – eher mit sich selbst ausmachte, bzw. sich damit ins stille Kämmerlein zurückzog.

Oliver Schnyder, der junge Schweizer Pianist spürte diesem Zeitgeist nach und präsentiert mit einer Doppel-CD Klavierwerke in Dur und Moll. Er wählte zudem die von Mozart autorisierten Fassungen für Klavier und Streichorchester. Dazu hat er mit der Camerata Bern unter dem Konzertmeister Erich Höbarth genau das Ensemble gefunden, das seinen Vorstellungen entsprach, ein der Alten Musik zugeneigtes. Schnyder hat sich dem geradezu passgenau angeglichen.

Mit den drei Klavierkonzerten in Dur und da einem eher sanften Anschlag bildet er eine wunderbare Einheit. Auf der 2. CD ist er ausschliesslich als Solist zu hören, er tritt uns u.a. mit Fantasien und Sonaten in Moll selbstbewusst und ausdrucksstark entgegen, alle Register eines virtuosen Pianisten ziehend und Mozarts Werke sensibel erfassend. Bewertung: grossartig.»

CD Review Mozart Contrasts
– Angelika Lucchesi / Kulturradio / Okt 2008 –

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«Lineare Klarheit – logischer Fluss»
CD Review Mozart Contrasts
«Bouquet de louanges pour des pétales de roses»

«Un récital chant et piano plein de superbes découvertes, un disque rare comme on les aime (...) Le mezzo Judith Schmid et le pianiste Oliver Schnyder nous mettent en bouche avec un Lied de Edvard Grieg, nous rappelant à quel point ces compositions mériteraient d'être plus souvent chantées. Le plat de résistance est une création de David Philip Hefti, né en 1975. 15 Lieder de haute voltige, présentés en création, qui ont déjà obtenu les plus haute distinctions dont le premier prix du concours de composition de l'Université de Bucarest. Du chant pur au parlé, du chuchotement à la voix éraillée, du suraigu au sous-grave, la voix est utilisée dans tous ses retranchements, de même que le piano (pizzicati, cordes étouffées par la paume, voix - le pianist doit aussi parler -, caresses sur les cordes, percussions (...). Rien à voir toutefois avec un catalogue d'effets, puisque ces sons inouïs sont toujours employés à des fins expressives. Cela demande des interprètes non seulement une technique irréprochables, mais un investissement incroyable tant la partition est«physique». La voix éminemment sensuelle de Judith Schmid s'épanouit à nouveau dans des Lieder de Grieg qui entourent les merveilleuses Histoires naturelles de Ravel. Celles-ci sont restituées avec toute la finesse et l'humour subtil qui convient. Le cas est suffisamment rare pour le signaler: les textes de Jules Renard sont absolument intelligibles, une belle leçon de diction et de parfaite projections.»

CD Review Rosenblätter
– Thierry Dagon / Schweizer Musikzeitung / Sept 008 –

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«Der Kontrasterpichte»

«Mozart-Kontraste, nennt der Pianist Oliver Schnyder seine neue Doppel-CD, und das ist wörtlich zu verstehen. Die erste CD ist drei Konzerten Mozarts (KV 414, 415, 537) vorbehalten, die zweite Klavier-Solowerken mit Schwergewicht auf den Fantasien KV 397 und 475. Zudem stehen den Dur-Werken der ersten CD lauter Moll-Stücke auf der zweiten gegenüber. Eingängige Eleganz gegen subjektives Bekenntnis. Natürlich ist Schnyder genug wissender Künstler, um solche Gegensätze zwar zu pointieren, nicht aber zu forcieren. Lockerheit und Natürlichkeit bleiben stets gewahrt. Interessant zudem, dass die Konzerte in der intimeren Fassung einzig mit Streichern (Camerata Bern mit Erich Höbarth als Konzertmeister) gespielt werden, was vorab beim Krönungskonzert KV 537 überrascht.»

CD Review Mozart Contrasts
– Mario Gerteis / Tages-Anzeiger / Sept 2008 –

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«Schnelle Finger, schneller Kopf»

«Man kann musikalische Werke chronologisch ordnen, nach Besetzung oder schlicht nach persönlichem Gusto. Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder hat für sein Mozart-Projekt nun noch eine weitere Variante getestet. Eine erste CD enthält drei Klavierkonzerte in Dur, die zweite Solowerke in Moll. Das Resultat ist mehr als eine Spielerei: ein doppeltes Porträt eines Komponisten, der mehrere Gesichter hatte. Mozarts Zeit war eine Dur-Zeit. Das Publikum mochte brillante, zugängliche Werke, und der Komponist wusste es zu beglücken. Oliver Schnyder tut es auch. Mit schnellen Fingern und ebenso schnellem Kopf, spielfreudig und mit oft gesanglichem Gestus interpretiert er die Konzerte KV 414, 415 und 537. Die Camerata Bern mit Konzertmeister Erich Höbarth liefert die reine Streicherbegleitung dazu, die Mozart als verkaufsfördernde Alternative vorgesehen hatte – und die vor allem im Krönungskonzert einen diskreteren Prunk ausstrahlt als mit den üblichen Pauken und Trompeten. Es passt zu Schnyders Spiel, das nicht blenden will, sondern die Schatten in diesen Werken wahrnimmt: Auch die Dur-Werke haben schliesslich ihre Moll-Seiten. Umgekehrt gibt es auch in den Moll-Werken so manchen Dur-Einfall. Aber dass ihre Grundhaltung dennoch eine ganz andere ist, führt Schnyder eindrücklich vor. Er betont die Subjektivität und den abgründigen Charakter von Fantasien und Sonaten, die sich im Vergleich zu den Konzerten weniger um Zeitstil und Verkaufsargumente zu kümmern scheinen. Es ist eine persönliche Ausdruckswelt, in die man hier gerät – so sehr, dass die lichteren Töne zwischendrin manchmal geradezu irritieren. Das hatte Schnyder schon auf seiner vor ein paar Monaten erschienenen Chopin-CD vorgeführt: dass er sich ganz auf eine musikalische Sprache einzulassen versteht und mit einer klugen Zusammenstellung der Werke die Haltung seiner Interpretationen unterstreichen kann. Hier, bei Mozart, gelingt das in Dur und Moll gleichermassen.»

CD Review Mozart Contrasts
– Susanne Kübler / Sonntags Zeitung / Sept 2008 –

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«Ein entschlackter Mozart»

«Mehr und mehr kommt die Karriere des jungen Schweizer Pianisten Oliver Schnyder in Gang, und das weltweit mit Auftritten in den Musikmetropolen Europas, in Nord- und Südamerika, in Japan und China – und nächste Woche mit dem Aargauer Symphonie-Orchester. Nun hat er auch eine neue CD-Einspielung vorgelegt, ausschliesslich mit Werken von Mozart. «Kontraste» nennt sie sich; und fast erinnert das an die sprichwörtlichen zwei Seiten einer Medaille, denn in der Tat sind es zwei CDs, eine mit drei Klavierkonzerten, die andere mit Sonaten und kleineren Solowerken. Doch noch auf weitere Kontraste setzt diese Einspielung – nämlich auf die Konfrontation von Dur und Moll. Drei Klavierkonzerten in Dur-Tonarten (KV 414, KV 415 und KV 537) stellt Schnyder (fast) Mozarts gesamtes Soloklavierwerk in Moll-Tonarten gegenüber. Dur oder Moll, so lautet die Frage, welcher Mozart ist der «richtige» Mozart? Sicher ist: Die Wahl der Tonart spielte bei Mozart eine eminente Rolle. Er schrieb nur wenige Werke in Moll. Von den insgesamt 27 Klavierkonzerten stehen gerade mal zwei in Moll, von den 18 Klaviersonaten ebenfalls nur zwei.

Noch auf einen weiteren Zusammenhang wird im begleitenden Textheft verwiesen. Dur wird dort mit dem Blick des Komponisten auf das Publikum in Zusammenhang gebracht, Moll mit dem Blick in sein Inneres. Ob man das so radikal auftrennen kann? Sicher ist, dass Mozart auch in so genannt «fröhlichen» Dur-Tonarten melancholische Musik schreiben konnte. Und umgekehrt ist seine Heiterkeit nie von jener bodenständigen, fast rustikalen Art wie bei Haydn oder Beethoven.

SO ODER SO, Oliver Schnyder verfügt als Mozart-Interpret hüben und drüben – in Dur und in Moll – über eine reichhaltige Ausdruckspalette. Das spielerische Laufwerk geht ihm leicht von der Hand; die Töne perlen, aber nie auf Kosten der Untertöne. Schnyder fügt nie mit viel Pedal «Stimmung» hinzu, sondern er lässt diese entstehen, dem inneren Gesetz der Musik folgend. Immer wieder fällt die lineare Klarheit auf, die seinem Spiel einen logischen musikalischen Fluss gibt.

Genau das macht Schnyders Mozart interessant, diese gleichsam vertikal-emotionale Dimension, die übrigens in den Solowerken noch stärker ins Gewicht fällt als in den Klavierkonzerten. Das wiederum mag damit zusammenhängen, dass Schnyder sich, vielleicht auch im Hinblick auf die zahlreichen Konkurrenzeinspielungen, entschieden hat, diese Konzerte ausschliesslich mit einem Streichorchester – mit der hervorragenden Camerata Bern unter Erich Höbarth – einzuspielen. Das ist im Fall der beiden Konzerte KV 414 und KV 415 durchaus authentisch. Beim grossflächigen «Krönungskonzert» KV 537 (original mit einer Flöte sowie je zwei Oboen, Fagotten, Hörnern und Trompeten besetzt) fehlten doch ein bisschen die Klangfarben all dieser Bläser. Mozart verschlankt aufs Wesentliche – ob dabei nicht doch auch Wesentliches verloren geht?»

CD Review Mozart Contrasts
– Werner Pfister / Aargauer Zeitung / Sept 2008 –

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«Meisterhaft»

«Oliver Schnyder spielt seltene Klaviersonaten. Nachts, wenn die Wünsche wuchern und die inneren Kontrollämpchen abgedimmt werden, kann auch der Mozart-Spieler Oliver Schnyder plötzlich feierlich und vertraulich werden. Mozart fängt an zu funkeln. Na dann: gute Nacht. Fast erstmals seit dem Ahnherrn der Schweizer Gross-Pianisten, Edwin Fischer, zieht jetzt ein Schweizer Tastenkünstler wieder die Mozart-Karte. Oliver Schnyder, ein Schüler von Leon Fleisher und Homero Francesch, klingt in Dur chansonhaft leicht. In Moll kommt der Drache aus ihm heraus. Dabei hat Mozart sehr wenige Moll-Stücke komponiert. Seine Zeit liebte es klarer, heller und rationaler. Daher gab er dem Publikum lieber Dur-Kost zu naschen. Die einzigen beiden Moll-Sonaten stellt jetzt der 35-jährige Schnyder sehr originell den drei populär-heiteren Klavierkonzerten gegenüber – in der autorisierten Streicherfassung, mit welcher der Komponist Absatz und Aufführung seiner Werke steigern wollte. Schön, dass mit dieser Aufnahme endlich mal wieder ein Schweizer Pianist bei einer grossen Plattenfirma zum Zuge kommt. Die Schweiz ist ja seit jeher Wohnort bedeutender Pianisten (von Vladimir Ashkenazy bis Krystian Zimerman). Deshalb wohl auch das richtige Land, um die mondsüchtige Seite Mozarts zu entdecken.»

CD Review Mozart Contrasts
– Kai Luehrs-Kaiser / Aargauer Zeitung / Sept 2008 –

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«(...) Hörenswert»

« «Best of» -Sammlungen wie diese sind ja für gewöhnlich Zweit- oder Drittauswertungen aus altbekannten, oft schon vom Zahn der Zeit angenagten Aufnahmen berühmter Chopin-Spieler. Nicht so diese CD: Sie wurde neu produziert, profitiert von der brillant repräsentativen Akustik des Zürcher Sendesaals und bietet eine attraktiv gemixte, dabei tonartlich verkettete Werkauswahl. Oliver Schnyder stellt sich vorteilhaft als Chopin-Spieler vor. Der 34-jährige Schweizer spielt eher konzertant-virtuos als lyrisch-intensiv, wirft sich mit dem Schwung des jungen Könners in die Musik, ohne je über Einzelheiten hinwegzuspielen. Hörenswert.»

CD Reviews Chopin - Recital
– Ingo Harden / Fono Forum / Jun 2008 –

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«Schnyder spielt Chopin»

«Mit seinem Chopin-Rezital auf CD offenbart Oliver Schnyder eine ganz persönliche Beziehung zu diesem unergründlichen Komponisten. Besondere Aufmerksamkeit verdient allein schon die klug durchdachte Zusammenstellung der 15 Stücke, die weit über das tonartliche Gefüge hinausgeht. Einzelne Etüden wechseln mit Stimmungsstücken, und der dramaturgische Aufbau macht das Fantasie-Impromptu in cis-Moll zum grandiosen Mittelpunkt. Die Agogik (Temposchwankungen), bei Chopin ein viel diskutiertes Phänomen, hat Schnyder sensibel im Griff, Klarheit paart sich mit kultiviertem Anschlag, kraftvolle Virtuosität mit feinsten agogischen Nuancen. Und der Schluss? Die melancholische, mit herbem Touch gespielte a-Moll-Mazurka op. 17/4 – chopinscher gehts nicht mehr.»

CD Reviews Chopin - Recital
– SE / Aargauer Zeitung / Feb 2008 –

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«Chopin 2010: Und was machen die Jungen?»

«Zum Jubiläum locken die Legenden: Dass Martha Argerich aussergewöhnlich spielt, wissen alle, dass Friedrich Gulda einst Chopin spielte, vielleicht nicht. Unerreicht bleiben Maurizio Pollini(*1942) und Krystian Zimerman (*1956) (DG). Und die Jungen? Rafal Blechacz (*1985) führt sie an, «singt» Chopin (DG) mit einer unglaublichen Klarheit. Nicht ganz unähnlich ist ihm Simon Trpceski (*1979) bei EMI, dessen Spiel an Schlichtheit kaum zu überbieten ist. Der Chinese Yundi Li (*1982) hatte wohl das Pech, als zweiter Lang Lang zu gelten. Seine CDs sind erstaunlich, doch die DG hat ihn fallenlassen, EMI nahm ihn als Yundi auf. Dort sorgt auch Alexandre Tharaud (1968) für Aufsehen. Evgeny Kissins (*1971) Kunst ist so ausgereift, dass man ihn fast schon einen Altstar nennen will (RCA). Und der Schweizer Oliver Schnyder(*1973) hat 2007 bei telos gezeigt, dass man vor den berühmten Werken keine Ehrfurcht haben muss.»

CD Reviews Chopin - Recital
– BEZ / Aargauer Zeitung / Jun 2008 –

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«Seine Interpretation (...)»

«Seine Interpretation von Camille Saint-Saëns' zweitem Klavierkonzert überzeugt auf allen Ebenen. Den technischen Monstrositäten und Capricen dieser Partitur gerecht zu werden ist das eine. Zusätzlich jedoch scheint der Pianist die Tastenakrobatik nicht ganz ernst nehmen zu müssen. Mit einem Augenzwinkern fegt er am Schluss durch die rasende Tarantella, reitet auf den Wogen der prickelnd aufschäumenden Musik und erschliesst sie so erst richtig. Die Virtuosität dient nicht dem höheren Ruhm des Pianisten, sie ist ein Rausch jubelnder Lebensfreude. Schnyder hat das verstanden, er lässt die Korken knallen, und das Tonhalleorchester unter der Leitung von Chefdirigent David Zinman prostet ihm vergnügt zu.»

CD Review Camille Saint-Saëns: Piano Concertos
– Olivier Senn / Tages-Anzeiger / 2005 –

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«(...) der junge Schweizer bringt die Musik Saint-Saëns zum Leuchten»

«Nicht eben gross ist die Diskothek der Klavierkonzerte von Camille Saint-Saëns. Es sind vor allem die französischen oder wenigstens in Frankreich beheimateten Pianisten, die sich den Konzerten ihres Landsmannes annehmen. Umso erstaunlicher und erfreulicher aus Schweizer Sicht ist, dass ausgerechnet ein junger Schweizer Pianist, zusammen mit einem Schweizer Orchester und dessen englischen, aber in der Schweiz heimischen Dirigenten eine der faszinierendsten Interpretationen von zwei der fünf Klavierkonzerte aufgenommen hat. Die vor fünf Jahren herausgekommene CD hat bis heute Referenzcharakter und zeigt das besondere Gespür für französische Musik seitens des Pianisten Oliver Schnyder. Dass hier das Aargauer Symphonie Orchester so mustergültig mithalten konnte, ist ein Verdienst seines Chefdirigenten Douglas Bostock, der mit dem Orchester viel Aufbauarbeit leistete. Mit einem «Jeu perlé» par exellence, pariserischer Eleganz und einem Reichtum an Farbnuancen bringt der junge Schweizer Pianist die Musik Saint-Saëns zum Leuchten. Das Aargauer Symphonie Orchester an seiner Seite belässt es nicht bei einer begleitenden Unterstützung, es bringt eine zusätzliche Farbkomponente hinein und spielt, als hätte es den französischen Esprit eingeatmet. Mit dem zweiten und fünften Konzert hat man zwei charakterlich sehr unterschiedliche Werke gewählt, die auch zeitlich weit voneinander entfernt liegen. Die besonderen Charakterzüge: das Tänzerische des zweiten und die orientalische Stimmung des letzten Konzerts verstanden Schnyder und das Orchester mit Raffinesse und sinnlicher Spielfreude markant aufzuzeigen. Eine reizende Zugabe zu den Konzerten ist der spritzig und mit viel Schalk gespielte Caprice-Walzer «Wedding Cake».»

CD Review Camille Saint-Saëns: Piano Concertos
«Atmen, Singen, Springen»

«Dem Flair des Pianisten Oliver Schnyder für französische Musik verdankt das Aargauer Symphonie Orchester eine Zusammenarbeit, deren Resultat aufhorchen lässt. Seit 2001 Leiter des ASO, hat Douglas Bostock dessen Qualitätsanstieg mächtig vorangetrieben und einen Grad an Transparenz erreicht, der den Klavierkonzerten von Camille Saint-Saëns gut bekommt. Für ein schweizerisches Orchester ist es keine Selbstverständlichkeit, so viel beschwingte Leichtigkeit und pariserische Eleganz zu erzielen wie in den raschen Sätzen dieser Konzerte und in der spritzigen Caprice-Valse 'Wedding Cake', einem der brillantesten Konzertstücke dieses Komponisten. In den grossen Steigerungen des g-Moll-Konzertes mit seiner ungewohnten Satzfolge Andante-Allegro-Presto vermag das Orchester mit dem kraftvoll anziehenden Solisten gut mitzuhalten. Im fünften Gattungsbeitrag teilt es, besonders im tänzerisch beginnenden Kopfsatz, förmlich den Atem mit ihm. Wie Oliver Schnyder das gleichzeitige Spiel von Pianissimo und Mezzoforte oder weite Sprünge meistert, um immer wieder mit geschmeidiger Sangbarkeit und feuriger Virtuosität hervorzutreten, beeindruckt nachhaltig.»

CD Review Camille Saint-Saëns: Piano Concertos
– Musik & Theater / Mai 2005 –

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«Klassik-Highlight»

«Neckisches Augenzwinkern. Die Klavierkonzerte von Camille Saint-Saëns werden selten aufgeführt. Umso faszinierender ist es, wie sich der junge Schweizer Pianist Oliver Schnyder mit den komplexen Partituren auseinander setzt und die anspruchsvollsten Stellen mit Virtuosität meistert. Auf der vorliegenden CD wurde neben Saint-Saëns’ g-Moll-Klavierkonzert und dem so genannten «ägyptischen Konzert» mit der Caprice Valse "Wedding Cake" eine besondere Perle französischer Romantik eingespielt. Diese humorvolle Rarität erklingt wie ein Feuerwerk jugendlichen übermutes und scheint allen Mitwirkenden ein neckisches Augenzwinkern zu entlocken. Man darf gespannt darauf sein, wie sich die Karriere des jungen Schweizers weiterentwickeln wird.»

CD Review Camille Saint-Saëns: Piano Concertos
– André Scheurer / Schweizer Radiomagazin / Feb 2005 –

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«(...) französische Leichtigkeit»

«An keinem französischen Komponisten scheiden sich die Geister heute noch so sehr wie an Camille Saint-Saëns (1835-1921). Bewundern die einen die technische Meisterschaft und formale Vollkommenheit seines immensen Schaffens, so werfen ihm die anderen Gefühlskälte und zu viel Glätte vor. Fest steht jedenfalls, dass der in Paris geborene, dort mit einem Staatsbegräbnis bestattete Musiker ein universales Multitalent von umfassender naturwissenschaftlicher, philosophischer und literarischer Bildung war.
Von seiner Vertrautheit mit grundverschiedenen Kulturen zeugt die Oper «La Princesse jaune» oder die «Caprice arabe» ebenso wie das 5. Klavierkonzert F-dur op. 103, das den Beinamen «ägyptisches» trägt. Es entstand 1896 in jenem Land, welches der reisefreudige Musiker wiederholt besuchte, und liegt jetzt erstmals in einer schweizerischen CD-Produktion vor.
Eingespielt wurde dieses nordafrikanisch inspirierte, letzte Klavierkonzert von Saint-Saëns jedoch nicht etwa vom Orchestre de la Suisse Romande oder einem anderen Klangkörper aus der Westschweiz, sondern vom Aargauer Symphonie-Orchester (ASO). Wer das im November 2004 im Zürcher Radiostudio aufgenommene Werk mit dem Vorurteil zu hören beginnt, dem Mittelmass eines Provinzorchesters mit alemannischer Schwerfälligkeit zu begegnen, wird rasch eines Besseren belehrt. Selten hat sich das dank der Leitung von Chefdirigent Douglas Bostock klanglich verjüngte ASO so leichtfüssig und beschwingt gezeigt wie hier, im weitaus bekannteren 2. Klavierkonzert g-moll op. 22 und in einem konzertanten Gelegenheitswerk von unvergleichlichem Charme und Spielwitz, der brillanten Caprice-Valse «Wedding Cake» op. 76.
Die offenbar von so viel französischer Leichtigkeit begeisterten Mitglieder des sehr wandlungsfähigen Orchesters spielen ihren Part so sicher, als hätten sie alle eh und je Pariser Luft geatmet und Saint-Saëns längst zu ihrem Favoriten erkoren. Selbst wenn der aus dem Aargau stammende Solist, der weltweit konzertierende Pianist Oliver Schnyder, ein mitunter recht forsches Tempo anschlägt, vermag das ASO überzeugend mitzuhalten. Schnyders Flair für französische Klanglichkeit wird überall evident, besonders eindrücklich in wunderbar durchsichtiger Kantabilität, in delikatem «Jeu perlé» und in der mit leichter Hand gemeisterten Gleichzeitigkeit (!) von pp und mf mit zauberhaften Flautando-Effekten. Den virtuosen Fähigkeiten dieses mit feurigem Temperament packenden Solisten scheinen keinerlei Grenzen gesetzt zu sein.»

CD Review Camille Saint-Saëns: Piano Concertos
– Walter Labhart / Aargauer Zeitung / Jan 2005 –

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«Junger Vollblutmusiker»

«Eben erst mit stürmischem Eroberungsgeist und vertieftem Ausdruck in der dritten Sonate von Brahms, den "Variations sérieuses" von Mendelssohn und in Schuberts A-Dur-Sonate D 664 (art unity 20011) hervorgetreten, überrascht der von Homero Francesch und Leon Fleisher ausgebildete Schweizer Oliver Schnyder mit mustergültigen Fauré-Interpretationen von auffallender Eigenart. Mit kristalliner Klarheit und kaum wahrnehmbarem Rubato erzielt der junge Vollblutmusiker im ersten Nocturne des Franzosen eine Entrückung, die aufhorchen lässt. Da ist ein Verständnis für Fauré zu beobachten, das sich auch im geschmeidigen Fluss zweier Impromptus widerspiegelt, die Eleganz mit glanzvollem Esprit verbinden. Zu dieser Leichtigkeit der Klangatmosphäre treten in Debussys "Estampes" ostasiatisches und spanisches Kolorit hinzu, bevor Oliver Schnyder in Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" seine verblüffende Anschlagskunst und eine spieltechnisch reife Meisterschaft in den Dienst einer um Realismus bemühten, letztlich aber eminent romantischen Musiksprache stellt.»

CD Review Brahms, Mendelssohn, Schubert – Piano works
– Walter Labhart / Musik & Theater / Okt 2003 –

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«(...) mustergültigen Fauré-Interpretationen»

«Entrückte Welten: Eben erst mit stürmischem Eroberungsgeist und vertieftem Ausdruck in der dritten Sonate von Brahms, den ‹Variations sérieuses› von Mendelssohn und in Schuberts A-Dur-Sonate D 664 (art unity 20011) hervorgetreten, überrascht der von Homero Francesch und Leon Fleisher ausgebildete Schweizer Oliver Schnyder mit mustergültigen Fauré-Interpretationen von auffallender Eigenart. Mit kristalliner Klarheit und kaum wahrnehmbarem Rubato erzielt der junge Vollblutmusiker im ersten Nocturne des Franzosen eine Entrückung, die aufhorchen lässt. Da ist ein Verständnis für Fauré zu beobachten, das sich auch im geschmeidigen Fluss zweier Impromptus widerspiegelt, die Eleganz mit glanzvollem Esprit verbinden. Zu dieser Leichtigkeit der Klangatmosphäre treten in Debussys ‹Estampes› ostasiatisches und spanisches Kolorit hinzu, bevor Oliver Schnyder in Mussorgskys ‹Bilder einer Ausstellung› seine verblüffende Anschlagskunst und eine spieltechnisch reife Meisterschaft in den Dienst einer um Realismus bemühten, letztlich aber eminent romantischen Musiksprache stellt.»

CD Review Fauré, Debussy, Mussorgsky – Piano works
– Walter Labhart / Musik & Theater / Okt 2003 –

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«(...) ein Rausch jubelnder Lebensfreude.»

«(…) Seine Interpretation von Camille Saint-Saëns' zweitem Klavierkonzert überzeugt auf allen Ebenen. Den technischen Monstrositäten und Capricen dieser Partitur gerecht zu werden ist das eine. Zusätzlich jedoch scheint der Pianist die Tastenakrobatik nicht ganz ernst nehmen zu müssen. Mit einem Augenzwinkern fegt er am Schluss durch die rasende Tarantella, reitet auf den Wogen der prickelnd aufschäumenden Musik und erschliesst sie so erst richtig. Die Virtuosität dient nicht dem höheren Ruhm des Pianisten, sie ist ein Rausch jubelnder Lebensfreude. Schnyder hat das verstanden, er lässt die Korken knallen, und das Tonhalleorchester unter der Leitung von Chefdirigent David Zinman prostet ihm vergnügt zu.»

CD Review Camille Saint-Saëns: Piano Concertos
– Olivier Senn / Tages-Anzeiger / 2003 –

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«Auffallend der schöne Klang»

«Nicht einfach sich als Schweizer auf dem engen Klassikmarkt durchzusetzen. Dem jungen Pianisten Oliver Schnyder gelingt es. Dass er zu Recht mit internationalen Preisen eingedeckt ist, beweist die CD mit französischer und russischer Musik. Auffallend der schöne Klang, da ist kein Tastendonnerer am Werk, sondern ein feinfühliger, intelligenter Gestalter. Von Debussys «Jardins sous la pluie» bis zu Mussorgskis «Bildern einer Ausstellung» trifft er den Ton.»

CD Review Fauré, Debussy, Mussorgsky – Piano works
– Lislott Frei / DRS2 Radiomagazin / Apr 2003 –

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«Abgründige Leichtigkeit»

«Ein imponierendes Rezital gibt Oliver Schnyder mit Stücken aus dem Mainstream der deutschen Romantik. Er entwickelt die Werke aus ihrer Partitur, ohne dieser "von aussen" eine Konzeption oder Philosophie zuzuführen. Bei ihm erhält die f-Moll-Sonate von Brahms trotz ihrer Schwere auch Züge von Lichtheit und Bezauberung, als ob die Sonne durchs Gewölk bräche. Schnyders Interpretationen treffen den Charakter der Musik. Wo es dieser verlangt (z.B. im Scherzo und Finale der Brahms-Sonate), kann er auch virtuos aufspielen. Dem klassizistischen Zug der Variations sérieuses von Mendelssohn gibt er mit geradezu leichter Hand die nötige Transparenz. Wenn Schnyder - so meine Spekulation - mit der Abfolge seines Programms an jedem Werk einen Charakterzug herausarbeitet (die immer wieder durchbrochene Schwere bei Brahms), um ihn beim nächsten Werk vorauszusetzen und einen weiteren in den Vordergrund zu holen (die Durchsichtigkeit und Leichtigkeit bei Mendelssohn), so ist es in Schuberts A-Dur-Sonate ein tänzerischer Zug, eine abgründige «Leichtigkeit», die alles andere als leicht ist und wieder auf Brahms zurückführt.»

CD Review Brahms, Mendelssohn, Schubert – Piano works
– Christoph Winzeler / Musik & Theater / Mai 2002 –

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«(...) Schnyders Interpretationen treffen den Charakter der Musik»

«Rezital mit Programm: Ein imponierendes Rezital gibt Oliver Schnyder mit Stücken aus dem Mainstream der deutschen Romantik. Er entwickelt die Werke aus ihrer Partitur, ohne dieser«von aussen» eine Konzeption oder Philosophie zuzuführen. Bei ihm erhält die f-Moll-Sonate von Brahms trotz ihrer Schwere auch Züge von Lichtheit und Bezauberung, als ob die Sonne durchs Gewölk bräche. Schnyders Interpretationen treffen den Charakter der Musik. Wo es dieser verlangt (z.B. im Scherzo und Finale der Brahms-Sonate), kann er auch virtuos aufspielen. Dem klassizistischen Zug der Variations sérieuses von Mendelssohn gibt er mit geradezu leichter Hand die nötige Transparenz. Wenn Schnyder - so meine Spekulation - mit der Abfolge seines Programms an jedem Werk einen Charakterzug herausarbeitet (die immer wieder durchbrochene Schwere bei Brahms), um ihn beim nächsten Werk vorauszusetzen und einen weiteren in den Vordergrund zu holen (die Durchsichtigkeit und Leichtigkeit bei Mendelssohn), so ist es in Schuberts A-Dur-Sonate ein tänzerischer Zug, eine abgründige «Leichtigkeit», die alles andere als leicht ist und wieder auf Brahms zurückführt.»

CD Review Brahms, Mendelssohn, Schubert – Piano works
– Christoph Winzeler / Musik & Theater / Mai 2002 –

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«Schnyder gehört zu den besten Pianisten seiner Generation»

«Und wer da hört, wie der junge Zürcher Brahms' f-Moll-Sonate belebt, wie er Mendelssohn und Schubert beseelt, der weiss, dass Schnyder (...) zu den besten Pianisten seiner Generation zählt.»

CD Review Brahms, Mendelssohn, Schubert – Piano works